Dienstag, 18. März 2008
Das neue Blog ist erst einmal ok. Die paar Ecken und Kanten werden mit der Zeit sicher noch geglättet. Zum Beispiel funktioniert Im Firefox, die Anzeige der Aktuellen Blogeinträge bei einem Abo des Blogs nicht richtig (zumindest funktionierte es beim alten Blog besser). Es werden aktuell bei mir nur 3 Einträge angezeigt und der aktuellste ist nicht dabei.
Ansonsten hat mich eine Mail von Markus in das Archiv der FUNime 15 geführt. Dabei fiel mir ein Artikel in die Hände, die damals allen ein wenig die Angst nehmen wollte, für die FUNime zu schreiben. Damals, vermutlich auch noch heute, war bzw. ist es schwer, neue Autoren zu finden.
Ich poste den Artikel einfach mal hier:
Schreiben für die FUNime
Es ist ein offenes Geheimnis, daß die FUNime wie jedes andere Fanzine auf die Mitarbeit von vielen angewiesen ist. Unter unseren Lesern gibt es sicher viele potentielle Schreiber. Doch oft fehlt die Courage, sein Werk der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Natürlich stehen hier an erster Stelle die Bedenken, der eigene Artikel sei vielleicht nicht gut genug, zu oberflächlich oder im Ausdruck mangelhaft. An die Rechtschreibung mag man erst gar nicht denken.
Doch muß man ein journalistisches Genie sein, um einen Artikel abliefern zu dürfen? Natürlich nicht! Die FUNime ist ein Produkt, das ohne Teamwork einfach undenkbar ist. In der Redaktion gibt es keine guten oder schlechten Mitarbeiter. Ein guter Artikel ist das Resultat der vereinten Anstrengung von Artikelschreibern, Korrektoren und Layoutern. Es fällt also niemals ein Artikel unter den Tisch, nur weil der Autor mit der deutschen Rechtschreibung ein wenig auf dem Kriegsfuß steht. Kaum ein Redakteur der FUNime ist in der Lage, einen Artikel von vornherein so abzuliefern, wie er dann im Heft publiziert wird. Das Lektorenteam sieht die einzelnen Artikel auf eventuelle Rechtschreibfehler, Buchstabendreher usw. durch und fragt bei Bedarf beim Autor nach, wenn etwas unklar bleibt oder Fragen auftauchen. Selbstverständlich gibt es auch Unterstützung bei der Recherche. Denn neben der äußeren Korrektheit sollte natürlich auch der Inhalt stimmen. Niemand wird mit seinem Artikel im Regen stehengelassen. Wir können deshalb immer nur appellieren: Wenn Ihr eine Idee für einen Beitrag habt, setzt Euch hin und fangt an! Gemeinsam kriegen wir einen Artikel hin, von dem Ihr selbst vielleicht überrascht sein werdet. Denn keiner von uns ist alleine ein Profi. Doch gemeinsam können wir eine Qualität liefern, die manchem kommerziellen Artikel mindestens ebenbürtig ist! Versucht es, probiert aus, was echte Teamarbeit wirklich vermag!
Natürlich sollte man sich im Vorfeld an einige Regeln halten. Grundsätzlich überlassen wir das Nacherzählen anderen. Selbstverständlich gehört in einen Review auch ein Anriß der Handlung, doch sollte dieser Teil höchstens 25% des Artikels ausmachen. Viel wichtiger sind Backgroundinfos über das behandelte Werk selber: z.B. verwendete Techniken, Vergleiche zu verwandten Werken, Einschätzungen zur Animations- und Soundqualität usw. Der Artikel sollte rundum informieren, er soll das Ansehen eines Anime oder Durchlesen eines Manga aber auf keinen Fall ersetzen.
Bitte achtet auch etwas auf Euer Temperament. Enthusiasmus ist nichts Schlechtes. Im Gegenteil, der persönliche Touch macht manchen Review erst lebendig. Trotzdem sollte man auf rein umgangssprachliche Formulierungen wie „… ist total gut!“ lieber verzichten. Und spätestens beim dritten Mal sind Phrasen wie „ist ein ganz normales Schulmädchen“ oder „ein Muß für jeden Animefan“ aufgebraucht.
Außerdem gilt es, sich darauf zu besinnen, was einem an einem Anime gefällt. Und das sollte auch möglichst präzise ausgedrückt werden. Keinem ist geholfen, von „tollen Gags, super Animationen und einer klasse Story“ zu lesen. So etwas taugt nicht mal für die meisten Schülerzeitschriften. Beschreibt die individuellen und außergewöhnlichen Stärken des Anime oder Manga, konzentriert Euch darauf, was ihn außergewöhnlich macht. Scheut Euch nicht, als Illustration Eurer Meinung auch einmal eine bestimmte Szene zu Rate zu ziehen. Prägnante Anekdoten, Zitate und bestimmte Beispiele vermitteln einem immer einen sehr getreuen und vor allem unverfälschten Eindruck davon, wie der Film oder der Manga wirklich ist. Dabei soll dem Leser immer klar sein, was an dem Review persönliche Einschätzung und was bare Fakten sind.
Selbstverständlich kann man auch ruhig zugeben, daß ein gewisser Anime nicht gerade das Gelbe vom Ei ist, Euch der Film aber trotzdem gut gefällt. Doch pure Lobhudeleien können auch ziemlich in die Hose gehen, wenn das Ganze unglaubwürdig wird. Wer darauf besteht, daß z.B. die Serie Sailor Moon technisch perfekt gemacht sei, wird nur ein genervtes an-die-Stirn-tippen ernten. Schafft Ihr es aber, zu vermitteln, warum Euch die Serie trotzdem gut gefällt, dann seid Ihr dem Ziel, einen guten und interessanten Artikel abzuliefern, ein ganzes Stück näher gekommen.
Bei aller Euphorie, seht von zu vielen Superlativen ab. Der Markt ist groß, es gibt vieles, das man noch nicht kennt. Haltet Euch also mit allzu großen Lobeshymnen und dem Urteil „einzigartig“ oder „unvergleichlich“ zurück. Viel besser ist es z.B. zu sagen, daß Ihr „lange nicht mehr so beeindruckt“ ward oder „noch nichts Vergleichbares gesehen habt“. Schränkt es erkenntlich auf Euer persönliches Sichtfeld ein.
Nun zum leidigen Thema Rechtschreibung. Bitte benutzt die eingebaute Rechtschreibkontrolle, die jede gute Textverarbeitung besitzt. Schon damit sollte ein Großteil von Fehlern eliminiert werden können. Eine gute Methode ist es, sich einen Tag später den eigenen Artikel selber nochmal laut vorzulesen. Spätestens jetzt bemerkt man die ersten Unzulänglichkeiten im Ausdruck. Feilt solange an den Formulierungen, bis sie Euch gefallen. Rechnet mindestens mit der doppelten Zeit, die Ihr für die Nachbearbeitung zusätzlich benötigt.
Dann wird Euer Artikel wirklich gut und ihr könnt mit Recht stolz auf Euch sein!
Was damals galt, gilt auch heute noch. Letztlich ist es gar nicht schwer, einen Artikel zu schreiben: Man fängt einfach an und erinnert sich an obige Hinweise. Dann muß einfach etwas vernünftiges bei herauskommen.
Vielleicht kriegen wir jetzt ein paar mehr Artikel **hoff**
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