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Programm-Programm-Programm Teil 2Montag, 22. März 2010
...und weiter gehts...
Nach dem bereits im letzten Jahr die Teestube japanisiert wurde, also optisch und geschmacklich in Richtung Japan geschoben wurde, wird diese Entwicklung natürlich auch dieses Jahr beibehalten. Die Teestube dient damit wieder als kleiner Treffpunkt zum Ausruhen, Verweilen und Ablenken. Und es ist ein grosser Workshop in der Teestube geplant: Japanische Tischsitten Inhalt wird sein:
Natürlich wird das kein trockener Vortrag sein, im Gegenteil, es wird so manches ausprobiert werden können. Nicht ohne Grund wird dieser Workshop in der Teestube selbst durchgeführt. Es ist geplant, diesen Workshop dreimal durchzuführen, Freitag in der Nacht und am Samstag und Sonntag zur Mittagszeit. Da die Plätze sehr begrenzt sind, muss man sich anmelden. Teilnehmen kann jeder, der Workshop richtet sich jedoch explizit an Teilnehmer mit wenig bis gar kein Grundwissen. Experten dürften deutlich unterfordert sein. ...wird fortgestzt... Leipziger Buchmesse 2010 - 1. BesuchSonntag, 21. März 2010Ich habe es nun endlich mal geschafft auf die Leipziger Buchmesse zu gehen. Reichliche 150km wohne ich von Leipzig entfernt und hatte nie wirklich Lust dahin zugehen, weil ich mir einfach nicht vorstellen konnte, dass es dort für mich so viel interessantes geben soll. Gestern am Samstag wurde ich deutlich eines besseren belehrt und kann nun auf den Begriff "Buchmesse" nur noch mit einem Lächeln schauen. Eigentlich sollte die Veranstaltung schon fast Cosplay- und Buchmesse heißen, so viele Cosplayer waren dort aufmarschiert. Ich könnte fast behaupten das mind. 40% der Leute im Cosplay dort waren und das trotz Dauerregenwetter in der Anfahrtszeit. Es gab überhaupt gerade in Halle 2 so viel Dinge die schon fast gar nichts mehr mit Büchern zu tun hatten, das ich total gestaunt hab. Da gabs einen Japanischen Teegarten mit tollen Vorträgen, einen großen Go Bereich, ein Anime Kino, eine riesen Cosplay Bühne und sogar einen Dojinshi Bereich, in dem ich einen Fächer mit Wunschmotiv (wird vor Ort gezeichnet) bekam. Echt Klasse war das! Ich und meine Freunde hatten mega viel Spaß und ich hätte am liebsten fast nur fotografiert. Da es auch eine Menge wirklich gute Cosplays gab. Es gab noch vieles mehr und vieles was genauer beschrieben gehört, aber das wird dann in der nächsten Funime geschehen für die Lunaris dann einen kleinen Bericht schreibt. Hier könnt ihr meine Fotos anschauen: http://picasaweb.google.de/E.Hlady/LBM2010# Grüße an alle Ash Anime Marathon: Das ProgrammFreitag, 19. März 2010
Jani hat mir erlaubt, überall auszuplaudern, was es auf dem AM alles tolles geben wird...
Mittlerweile stehen etliche Programmpunkte bereits fest: Der Gamesroom wird mit 140 qm wieder besonders gross! Alles was wichtig ist und toll ist, kann dann dort gezockt werden. Wettbewerbe eingschlossen Für Cosplayer haben wir ein professionelles Fotostudio gewinnen können. Hier kann man dann (gegen einen kleinen Unkostenbeitrag) endlich einmal ein wirklich gutes Foto von sich machen lassen! Neben dem Animeprogramm wurden in den letzten Jahren die vielen kleinen Special-Events immer wichtiger. Dass Bring-and-Buy, also der ANime-Flohmarkt wieder dabei ist, ist klar, dass es eine Auktion geben wird, sollte auch klar sein. Aber mit Dr. Kenji Kamino haben wir einen Referenten gewinnen können, der fundiert über Sushi und japanische Keramik je einen Vortrag halten wird. Langjährigen Congängern dürfte mittlerweile auch der Workshop Japanische Geschenke ein Begriff sein! Show, Show, Show... Ihr Kommen angekündigt haben Anime Crossover und die noch junge Gruppe Horo. Letztere haben den Anime Marathon ausgewählt, hier ihren ersten großen Deutschlandauftritt zu feiern! Also schnell anmelden um keine Highlights zu verpassen :-) ... wird fortgesetzt ... Regelung nicht existenter Jugendlicher (非実在青少年条例)Freitag, 19. März 2010
Wie die meisten hier wissen gibt es in Japan auch einen ganzen Haufen schmutziger Manga und Doujin.
Seit längerer Zeit gibt es aus dem Ausland Druck auf Japan, doch bitte mal ein Gesetz zu verabschieden das Loli-Eromanga verbietet, bisher mit wenig Erfolg (siehe http://www.sankakucomplex.com/2009/07/21/loli-ban-rejected/). Jetzt wird es statt dessen durch die Hintertür probiert indem sie eine Verordnung für den Großraum Tokio vorgeschlagen haben (http://www.sankakucomplex.com/2010/02/28/tokyo-faces-loli-ban/). Auch wenn Mangaka sich bereits gegen den Bann geäußert haben (http://www.sankakucomplex.com/2010/03/16/top-mangaka-blast-loli-ban/) stehen die Chancen bei der heutigen Abstimmung über die "Verordnung über nichtexistente Jugendliche" wohl eher auf einer Annahme des Gesetztes. Auch wenn diese Verordnung sich nur auf den Großraum Tokio bezieht, wird sie wohl aufgrund der zentralen Stellung der Hauptstadt landesweite Auswirkungen haben. Die Abstimmung zur Verabschiedung ist übrigens anscheinend heute. Meine Meinung zu dem Thema ist übrigens das es doch besser ist ein Pädophiler schaut sich Loli-Eromanga an als das er sich an echten Kindern vergreift... Und wenn man dann noch Artikel wie diesen liest das die Verfügbar keit von Pornografie die Kriminalität eher senkt: http://www.the-scientist.com/article/display/57169/ Vieleicht gibt es ja dann demnächst auch eine japanische Piratenpartei? Einen Eintrag in der japanischen Wikipedia gibts schon: http://ja.wikipedia.org/wiki/%E6%B5%B7%E8%B3%8A%E5%85%9A Hier noch eine holprige Übersetzung eines längeren Textes zu dem Thema: "Zur Zeit ist die idiotische Regelung, die wir Autoren unter uns bisher nur lachend abgetan haben, im Begriff umgesetzt zu werden und diese Feststellung ist dabei Wellen zu schlagen" "In Anime, Manga und Spielen auftauchende 'nicht existierende Jugendliche' werden von der Behandlung her mit lebenden Menschen gleichgestellt, und entsprechende Werke als Kinderpornografie strikten Verboten unterworfen, so das der bloße Besitz unter Strafe gestellt wird" "Um es in den Worten einer bestimmten Person auszudrücken, "Tokios Regulierung der 'nichtexistenten Jugendlichen'. Das Problem ist nicht nur das wir pornografische Manga nicht mehr lesen können werden. Wird diese Verordnung erlassen, dann bestätigen wir damit das die Regierung das Recht hat willkürlich zu bestimmen ob die Produkte unsere freie Meinungsäußerung gefährlich sind oder nicht. Wenn man die freie Meinung nicht mehr äußern darf, ist sie nicht mehr frei."" "Der folgende Text ist aus dem Blog von Kritiker und Forscher Yukari Fujimoto:" "Einige hier wissen es sicherlich bereits, am 24. Februar wurde ein Reformvorschlag der Tokioter 'Verordnung zur Gesunden Erziehung von Jugendlichen' eingebracht, der auch eine Regulierung von 'Nicht existierende Jugendlichen' (also nicht in Foto und Film, sondern in Manga, Anime und Spielen vorkommende Jugendliche) enthält." "Diese beinhaltet eine Regulierung von Personen, die 'Nach Alter oder Bekleidung, Gegenständen, Schuljahr, Hintergründen oder Stimme dem Eindruck nach unter 18' sind, d.h. auch wenn der Geschichte nach jemand über 18 ist, wird es trotzdem verboten solange der Eindruck eines unter 18-jährigen erweckt wird." "D.h. der von der Regierung mehrfach vorgeschlagene aber durch Gegenstimmen nicht vorwärtskomende Plan zur Revision (verschlechterung) der Regelung des 'einfachen Besitzes' im 'Kinderpornografiegesetz' (auch ohne Absicht zum Handel wird jemand 'im Kontakt mit Kinderpornografie' allein bei 'Besitz' verhaftet) mit der Absicht 'Das 'Kinderpornografiegesetzes' auch für Manga, Anime, Spiele usw. als Bild gezeichnete jugendliche zu übernehmen' wird hier zunächst als Regelung der Hauptstadt vorgegriffen." "Daher wird der zur Zeit nicht strafbare einfache Besitzt strafbewehrt." "Zusätzlich wird es durch diese Regelung zur 'Pflicht des Einwohners von Tokio' 'Kinderpornografie' (im obigen Sinne einschließlich nicht existierender jugendlicher) auszuradieren." "Paragraph 18-6-4:" "1) Es ist jedermanns Pflicht, Kinderpornografie nur begründet [d.h. Ausnahme für Vollstreckungsbeamte etc. nehme ich an] zu besitzen." "2) Einwohner sollen die Haupstadt bei der Durchsetzung des Verbots der Kinderpornografie nach Kräften unterstützen" "3) Einwohlner sollen das Verständnis dafür vertiefen, das der Trend Jugendliche ohne Grund als sexuelles Objekt behandeln nicht verbreitet werden soll, es gibt die Befürchtung das Dinge die jungendliche in sexueller Art darstellen der Entwicklung eines gesunden sexuellen Selbstverständnisses entgegensteht, sowie Jugendlichen nicht einfach möglich sein solche Dinge zu betrachten[laut edict auch: im Webbrowser anschauen] oder anzusehen." "Wenn man nur das liest, könnte man denke solange man im Kopf behält das Jugendliche es nicht lesen sollten ist es in Ordnung, aber auch von Erwachsenen gelesene Werke fallen alle unter diese Regulierung" "Der komplette Reformvorschlag ist unter der unten stehenden URL nachzulesen. Darunter sind vor allem die in rot hervorgehobenen Stellen in der zweiten Hälfte wichtig. http://fr-toen.cocolog-nifty.com/blog/2010/02/post-cbc1.html" "Zur am 7. stattgefundenen Dringlichkeitssitzung des Parlaments: http://icc-japan.blogspot.com/2010/02/blog-post_27.html" "Zusammenfassung der Grundlegenden Informationen zu diesem Problem: http://mitb.bufsiz.jp/" "'Sieht unter 18 aus', 'Krankhaft', neben diesem willkürlich interpretierbaren Text, betreffend der dieses Regelung vorantreibenden Hauptstadt: "Komplette Mitarbeit als 'Bürgerpflicht', ist das der Faschismus der Vorkriegs und Kriegszeit? Wo ist der Unterschied zum 'Volksverräter!'?" will man bei diesem Gesetz voller Probleme sagen, aber das Hauptproblem ist: Unter den aktuellen Umständen wird diese Gesetz fast garantiert verabschiedet! Hier der Originaltext: このところ、われわれ物書きの間では笑いの種になっていたおバカな条例が、実は成立寸前だと知って、にわかに波紋が広がっています。 アニメや漫画、ゲームに登場するキャラクターを「非実在青少年」として、生身の人間と同等に扱い、これを登場させた作品を児童ポルノとして厳しく規制しようというもので、所持しているだけでも処罰の対象となる由です。 ある方の言葉を借りれば、「東京都の「非実在青少年」規制。エッチな漫画が読めなくなるだけの問題じゃありません。これが通ると、私たちの表現や言論を、国や行政が勝手に「有害」かどうかを認定する権利があると認めることになります。思想信条は無条件に自由であるべきで、それを無条件に表現できなければ自由ではありません」ということになります。 以下は、編集者から評論家、研究者に転身した藤本由香里・明治大准教授の日記からの転載で、できるだけ多くの人に知ってほしいということで、ここに掲出する次第です。 ----------------------------------------------------------------- すでにご存知の方もいらっしゃると思いますが、2月24日に、東京都青少年健全育成条例の改正案が出され、その中に、「非実在青少年」(つまり実写でなく、マンガ・アニメ・ゲームに出てくる青少年)への規制が盛り込まれています。 これは、 「年齢又は服装、所持品、学年、背景その他の人の年齢を想起させる事項の表示又は音声による描写から十八歳未満として表現されていると認識されるもの」と規定されており、つまり設定が18才以上になっていても、「18歳以下に見えれば」ダメ、ということです。 つまり、国の方で何度も改正(改悪)が話題に上りながらも、反対が多く先に進まないでいる「児童ポルノ法」における、「単純所持規制」(=とくに売買する意思を持っていなくとも、「児童ポルノにあたるもの」を単純に「持っている」だけで逮捕)、「マンガ・アニメ・ゲームその他、画像として描かれる青少年の姿にも児童ポルノ法を適用する」というもくろみを、都の条例で先に決め、規制してしまおうという法律です。 なので、今のところ罰則はありませんが、「単純所持」も禁止されています。 おまけに、上記に規定された意味での「児童ポルノ」(つまり非実在青少年を含む)の根絶に向けて努力し、都に協力するのが「都民の義務」と規定されています。 第十八条の六の四 何人も、児童ポルノをみだりに所持しない責務を有する。 2 都民は、都が実施する児童ポルノの根絶に関する施策に協力するように努めるものとする。 3 都民は、青少年をみだりに性的対象として扱う風潮を助長すべきでないことについて理解を深め、青少年性的視覚描写物が青少年の性に関する健全な判断能力の形成を阻害するおそれがあることに留意し、青少年が容易にこれを閲覧又は観覧することのないように努めるものとする。 これだけ読むと、青少年が読まないよう留意すればいいのかと思うかもしれませんが、成人が読むものもすべて、規制の対象になります。 都条例の改正案の全文は以下で読めます。 このうち、後半の、とくに赤で反転してあるところが重要な部分です。 http://fr-toen.cocolog-nifty.com/blog/2010/02/post-cbc1.html また、去る7日行われた緊急集会のお知らせ http://icc-japan.blogspot.com/2010/02/blog-post_27.html も含め、この問題に関する基本情報をまとめたサイトは以下です。 http://mitb.bufsiz.jp/ 「18歳以下に見える」とか、「不健全」とか、いくらでも恣意的に解釈できる条文の上に、これらの規制を推進しようとする都に対し、全面的に協力するのが「都民の義務」とするなど、これは戦前戦中のファシズムか? 「非国民」!とどこが違うの? と言いたくなるくらい問題のある法律なのですが、問題は、 今の状況だとほぼ間違いなく、この法律は通ってしまう! Was macht man noch? Man labert rum...Montag, 8. März 2010
Es war irgendwann im letzten Jahr, da ist eine Webseite, conan und Co auf den Vorstand zugekommen und bat um die Beantwortung von einigen Fragen. Elisa knallte mir die vor den Latz mit den Worten "Du warst damals dabei, sag mal was dazu".
Da ich weiss, dass sich der AnT bei offiziellen Äußerungen äußerst schwer tut und erst einmal ein Komitee zur Prüfung auf Notwendigkeit einer Antwort gründet und wenn das Positiv ausfällt wird ein Arbeitskreis Welche-Bedenken-gibt-es-bei-der-Beantwortung-und-lösen-wir-damit-den-dritten-Weltkrieg-aus gegründet, der sich mit den Antwoten auseinandersetzt, sämtliche Ecken und Kanten glatt bügelt und trotzdem keine Freigabe gibt (wir haben es schliesslich bis heute nicht geschafft, unsere Anime Satire Deutschland 2040 zu veröffentlichen, weil wir ja damit jemandem auf den Schlips trampeln könnten und haben stattdessen nur die für sich allein völlig sinnlosen Liner Notes veröffentlicht (die allerdings auf den AnT-Seiten auch nicht mehr zu finden sind). Die Satire wurde übrigens in der FUNime 12 veröffentlicht), habe ich einfach mal selbst die Antworten geliefert. Die Antworten finden sich hier: http://www.conanundco.net/news/artikel211109.htm Mit dem Interview ist auch der Beweis angetreten, dass ich nicht im Kopf rechnen kann... Review: Final Fantasy XIIIMontag, 8. März 2010
Da der Titel hierzulande morgen in die Läden kommt, dachte ich mir, meinen Artikel aus der FUNime auszugraben und hier auf den Blog zu posten. Und da etwas Zeit seit dem Artikel vergangen sind, habe ich am Ende des Artikels noch ein kleines Update hinzugefügt. Das Review basiert auf der im Dezember letzten Jahres in Japan erschienen Version für die PS3, bei den europäischen Versionen könnte es daher Veränderungen geben.
Final Fantasy XIII – FF in HD: Flop oder Top? Über drei Jahre mussten Final Fantasy-Fans sich gedulden, doch nun hat das Warten endlich ein Ende. Im Dezember erschien mit Final Fantasy XIII der neueste Titel in der Reihe, die wie keine für den japanischen RPG steht, einem einst gefeierten Genre, das heute international aber in den Tiefen der Bedeutungslosigkeit versunken ist. Gut, es ist sicher noch nicht so schwarz, wie es die große Videogame-Seite IGN kürzlich mit einem sehr kontroversen Artikel zur Verbesserung des JRPGs sah. Auch wenn der neueste Dragon Quest-Teil mit über 4 Mio. verkauften Einheiten mehr Exemplare abgesetzt hat als die meisten hoch gelobten westlichen Rollenspiele, täuscht dies nicht darüber hinweg, dass JRPGs sich nur in Japan und auch dort vor allem für die portablen Konsolen verkaufen. JRPGs für die HD-Konsole hatten durchaus ihre Fans auch im Ausland, waren für die großen WRPG-Titeln aber weder in Qualität, noch Verkäufe ernsthafte Konkurrenten. Final Fantasy ist im Westen die einzige JRPG-Reihe, die regelmäßig Millionen Exemplare auch außerhalb Japans absetzt. Der letzte große Titel, Final Fantasy XII wurde von Kritikern für seine Innovationen gefeiert, verfremdete aber gerade durch diese viele Alt-Fans und verkaufte sich daher eher mäßig. Die Dutzenden minderwertigen Final-Fantasy-Veröffentlichungen der letzten Jahre, die offensichtlich nur den großen Namen ausschlachten sollten, haben zusätzlich die Reihe in Misskredit gebracht. Große Hoffnungen lagen daher auf dem nächsten großen Titel der Reihe und dem ersten in High-Definition. Bereits 2006, mit dem Aufkommen der ersten Konsolen der neuen Generation, wurden erste Teaser zu Final Fantasy XIII gezeigt. 2008 kam es überraschend zum großen Knall (und sicherlich auch Herzinfarkten bei einigen Sony-Managern), als erklärt wurde, dass der Titel im Westen auf mehreren Plattformen erscheinen sollte. Offenbar waren den Chefs der Produktionsfirma die Verkäufe von Sonys PlayStation3 nicht gut genug. Am 17. Dezember 2009 war es für die Japaner schließlich so weit, hatte das Warten endlich ein Ende. Zumindest für die, die schnell genug waren, sich ein Exemplar zu ergattern, denn schon nach dem ersten Tag wurden die ausgelieferten Mengen knapp. Bis Ende des Jahres hatte sich das Spiel fast 1,7 Mio. Mal verkauft, was bedeutete, dass bei knapp 3,7 Mio. verkauften PS3 in Japan fast jeder zweite PS3-Besitzer das Spiel gekauft hatte! Fraglich, ob sich dieser Erfolg im Westen am 9. März dieses Jahres wiederholen lässt. Die Japaner jedenfalls haben Final Fantasy offenbar noch immer lieb. Aber japanische Spieler waren schon immer relativ konservativ und so neuartig klingt die Story am Anfang auch nicht. Mit der typischen FF-Truppe aus Ex-Soldaten und Rebellen reisen wir durch die Welt von Pulse, auf der Suche nach der Antwort, weshalb unsere Helden von den Fal'Cie (mächtige magische Wesen, die diese Welt kontrollieren) verflucht wurden, und welche Aufgaben sie nun als so genannte L'Cie nun haben. Verfehlen sie diese nämlich, enden sie als geifernde Zombies. Erfüllen sie sie aber, enden sie als Kristallstatuen. Persönliche Dramen und Tragödien, sowie große moralische Dilemmas sind also vorprogrammiert. Zusätzlich hat natürlich jeder der sechs spielbaren Figuren noch sein eigenes kleines Geheimnis. Neben der burschikosen und darwinistischen Lightning, die lieber anpackt statt zu reden, haben wir noch ihren hyperoptimistischen Schwager Snow, einem naiven Hünen, der das personifizierte Gute darstellt. Nach dessen Leben trachtet der 14-jährige Hope, der Snow den Tod seiner Mutter anlastet und sich nur noch durch Rachegelüste am Leben hält. Pessimistisch veranlagt ist auch der schon etwas ältere Sazh, der einzige in der Truppe mit einem gesunden Menschenverstand und einem Chocobo-Kücken im Afro. Wie Tag und Nacht sind die beiden Oerba-Schwestern: Während die jüngere Vanille sich mädchenhaft-unschuldig gibt und im Zweifelsfall vor allem davon läuft, hat die ältere Fang die Zunge eines Fuhrknechts und Arme eines Bauarbeiters. Liebeleien gibt es natürlich auch wieder, die dient aber mehr als Trigger denn als Thema und dürfte für westliche Geschmäcker doch etwas befremdlich wirken (und damit ist diesmal nicht der Kitsch gemeint). Insgesamt sind die Geschichten zwar sehr emotional, aber noch in einem ertragbaren Rahmen. Die Charaktere bleiben für JRPG-Verhältnisse überraschend glaubhaft und die Geschichte wird schön Stück für Stück aufgerollt, vor allem wie es zu dem schicksalshaften 13. Tag kam, mit der das Spiel bombastisch einleitet. Insgesamt stehen hier die privaten Konflikte der Charaktere mit dem System der Fal'Cie im Vordergrund, was die diversen Antagonisten im Spiel leider sehr blass wirken lässt. Wie beim letzten Teil fehlt leider auch hier ein großer charismatischer Bösewicht, dafür sind die privaten Geschichtchen aber verständlicher als politische Ränkespiele. Spielerisch haben wir einen scheinbaren Rückschritt zum alten Runden-System, jedoch wurde das traditionelle ATB-System (Active Time Battle) etwas aufgebohrt und durch diverse neue Konzepte wie dem Break-System oder dem Paradigm-Shift ergänzt, auch kann der Spieler nur noch den Anführer in seiner kleinen Dreiergruppe direkt steuern, was angesichts des viel höheren Tempos aber durchaus sinnvoll ist. Die dynamischen Kämpfe sollen an die im Film Advent Children erinnern, und teilweise hat man tatsächlich das Gefühl, ein Action-Adventure zu spielen und nicht ein JRPG. Die zahlreichen automatisierten Jump-n-Run-Abschnitte, wo man sich fragt, weshalb die Entwickler keine aktive Sprung- und Kletterfunktion eingebaut haben, erinnern einen jedoch wieder daran, was für ein Genre man vor sich hat. Leider merkt man auch sehr schnell, wie linear das Spiel aufgebaut ist. In großen Teilen des Spieles läuft man leider nur einen sehr schmalen Weg entlang und Städte, in denen man sich mit den Bewohnern sozialisieren kann, sind sehr rar. Freunde von Sidequests oder gar Sandboxes werden hier sehr enttäuscht. Charakterlevels wurden abgeschafft, stattdessen levelt man sechs rudimentäre Berufe (Attacker, Blaster, Defender, Jammer, Enhancer, Healer), die im Kampf schnell gewechselt werden können und sogar müssen. Speicherpunkte, an denen man zusätzlich noch einkaufen und Gegenstände aufwerten kann, gibt es noch immer und in großen Mengen, wenn man stirbt, landet man jedoch nicht mehr beim letzten Speicherstand, sondern direkt vor dem Gegner, an dem man gescheitert ist. Eine willkommene Neuerung, da ein Kampf auch bei schwachen Gegnern durch Unaufmerksamkeit schnell unschön enden kann. Bei manchem Gegner können ohne Kenntnis der Strategie gar einige Dutzende Anläufe nötig sein, was dann doch etwas frustrierend sein kann. Insgesamt bleibt der Schwierigkeitsgrad überschaubar und man wird ja nicht ins kalte Wasser geworfen. Das gesamte Spielsystem wird nach und nach frei geschaltet und per Tutorial erklärt, was für Neueinsteiger schön ist, alte Kämpfen aber doch etwas zu sehr bevormundet. Grafisch ist der Titel erwartungsgemäß mit das beste, was es derzeit auf dem Markt gibt, vor allem die Gesichtsanimationen überzeugen. Nur die Hände wirken außerhalb der CGI-Szenen auffallend klobig. Freunde von orgastischen Videosequenzen werden sich wieder über viele Unterbrechungen des aktiven Spielflusses freuen dürfen. Die Landschaften in der FF-typischen Scifi-Fantasy-Welt sind abwechslungsreich und fantasievoll gestaltet, leider wirken sie aber durch den viel zu linearen Spielverlauf und die kurzen, engen Wege eher wie flache Hintergrundbilder denn eine lebendige Welt. Auch die Musik dürfte eingefleischte FF-Fans enttäuschen. Statt der großen Uematsu-Melodien haben wir zwar eine große Bandbreite an Stücken von seichter Fahrstuhlmusik über sanften Jazz und elektrischer Musik bis zu den großen Orchesterstücken, nur wenige bleiben einem aber im Gedächtnis. Technisch ist den Programmieren ein kleines Meisterwerk gelungen. Die PS3-Version braucht ganze 500kb für die Installation, was etwa dem eines Speicherstandes entspricht. Trotzdem gibt es fast keine Ladezeiten und auch die Framerate bleibt auch beim größten Effektgewitter relativ konstant, nur in manchen Videoszenen ruckelt es kaum merklich und nur ganz kurz. Anders als seinen unglücklichen Vorgänger kann man Final Fantasy XIII sicherlich problemlos in den Kanon der großen FF-Titel stellen, dabei ist er in der Summe weniger als Besinnung auf alte Werte, sondern eher als ein neuer Ansatz zu verstehen. In der Summe gehen die zumeist kleinen Veränderungen sogar noch weiter als beim zwölften Teil. Er ist sicher nicht der beste Teil, aber eine würdige Fortsetzung der Reihe. Die Richtung stimmt jedenfalls: mehr Dynamik und ein Spieler-freundlicheres Konzept. Square-Enix kommt hier offenbar die im Ausland gewonnene Erfahrung zugute. Trotzdem lässt der Titel noch viele Wünsche übrig. Insgesamt aber kann man sagen, dass Final Fantasy im HD-Zeitalter angekommen ist. Die Frage ist nur, ob der westliche Markt es auch so sehen wird. Denn für einen Titel dieser Größe ist der japanische Markt definitiv zu klein. Update: Offenbar ist das Spiel trotz der hohen Verkäufe auch in Japan relativ kritisch aufgenommen worden. Die Wiederverkaufspreise sind extrem niedrig und viele Händler verkaufen das Spiel mittlerweile mit hohen Rabatten. Bemängelt wird vor allem das fehlende RPG-Feeling. Die fehlenden Explorationsmöglichkeiten und Städte verstärken zwar die Story, machen aber die Welt kalt und leblos. Man kann nicht mit NPCs interagieren oder Minispiele machen und selbst die Quests, die man später auf Pulse machen kann, sind simple Tötungsquests in einer sehr überschaubaren Welt. Für einen Shooter oder ein Action-Spiel nicht ungewöhnlich, für ein RPG sicher zu wenig. Statt von Call of Duty hätten sich die Macher da wohl lieber von Bioware- oder Bethesda-Titeln inspirieren lassen sollen. Aber seien wir ehrlich, wie die Macher es auch gemacht hätten, die abstrusen Vorstellungen der notorisch ungnädigen Final Fantasy 7, 8-Fans hätten sie eh nicht befriedigen können. Fabian Bang fordert zur Löschung aufDonnerstag, 4. März 2010
In der FUNime 56 veröffentlichten wir ein Interview mit Peter Müller, dem technischen Leiter der DCM, der Deutschen Cosplay Meisterschaft.
Anlass war, dass die DCM Fabian Bang den Titel aberkannte, da dieser gegen Richtlinien der DCM verstieß. Neben Peter versuchten wir auch mit Fabian in Kontakt zu treten, da wir selbstverständlich auch an seiner Sicht der Dinge interessiert waren. Leider kam ein Kontakt nicht zustande. Dies war vor einem Jahr. Vor einigen Tagen meldete Fabian sich bei der Chefredaktion und dem Webteam und forderte uns auf, seine Daten von der Homepage zu entfernen. Erst einmal waren wir erstaunt und fragten uns, welche Daten er denn wohl gemeint haben könnte. Nach dem wir Tante Google jedoch mit "Fabian Bang" fütterten, erscheint dieser Link als erster Treffer und es war klar, das Fabian gerne seinen Namen aus dem Internet gelöscht haben wollte. Jedoch gab es erst kürzlich eine Gerichtsentscheidung, dass Personen die in einer Berichterstattung erwähnt werden, die im öffentlichen Interesse steht, damit leben müssen, dass ihr Name in diesem Zusammenhang veröffentlicht wird. Wie stark das Interesse ist, sieht man an den zum Teil heftigen Reaktionen auf die Betrugsvorwürfe. Der Artikel der FUNime ist dabei einer der wenigen, die nicht reißerisch oder polemisch mit dem Sachverhalt umgehen. Wir haben uns also dem Änderungswunsch von Fabian verschlossen. An der Stelle bleibt nur noch einmal zu warnen, das Internet ist gnadenlos und verzeiht keinen Fehltritt. Insbesondere wer die Öffentlichkeit sucht und Teilnehmer an einem deutschlandweiten Cosplay-Event können einem eine Menge weismachen, aber nicht, dass sie nicht im Mittelpunkt stehen wollen, muss sich der Gefahren einer bleibenden Veröffentlichung immer bewusst sein.
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