Skip to content

Schreckensnachrichten und kein Ende Oo

Dass ADV sein Europageschäft an einen großen englischen Distributor abgestoßen hat, Bandai Visual (USA) DVDs mit japanischen Preisen und Ausstattung in den USA einführt und man in Japan derart verzweifelt ist, dass man sogar den guten alten Vash „The Stampede“ (der mit dem 60,000,000,000$$-Kopfgeld) wieder re-animieren (lol!) will (hm, eigentlich ist das für viele eine gute Nachricht... :-/ ), verblassen bei der neusten Schreckensnachricht aus dem japanischen Manga-Markt:

Die Magazine „Shūkan Shōnen Magazine“ und „Shōnen Sunday“ wollen zusammen (zum 50-jährigen Jubiläum?) eine gemeinsame Zeitschrift hochziehen!

Ausgerechnet Magazine und Sunday, die beiden großen Rivalen und Nr. 2 bzw. Nr.3 der Manga-Industrie. 2007 sind beide 1959 gegründete Wochenmagazine unter die psychologische Auflagen-Marke von 2 bzw. 1 Mio. Exemplaren gefallen. In ihren besten Zeiten hatten sie weit mehr als das Doppelte dessen aufzubieten gehabt. Zwar musste Klassenprimus „Shūkan Shōnen Jump“ („Dragonball“, „Slam Dunk“) nicht minder Federn lassen, doch anders als die beiden schafft er es regelmäßig, seine Toptitel (derzeit „Naruto“, „One Piece“) weltweit und als Anime höchst erfolgreich umzusetzen.

Als größtes Manga-Magazin des Verlages Kodansha war die Magazine das politischste Manga-Magazin und verband den von Tezuka geprägten Kinder-Manga erfolgreich mit den an Erwachsene gerichteten „Gekiga“. Die Vorzeigetitel sind bahnbrechende Sport-Titel wie „Ashita no Joe“ oder „Kyojin no hoshi“, sowie das höchstpopuläre „Kindaichi Shōnen“. In den letzten Jahren war es vor allem bekannt für die Harem-Serien von Akamatsu Ken („Magister Negi“), sowie den Shōnen-Titeln von CLAMP („Tsubasa Chonicles“).

Die Sunday wiederum hat als Hausmagazin von Rumiko Takahashi („Urusei Yatsura“) und Mitsuru Adachi („Touch“) Shōnen- und Shōjo-Manga stilistisch und inhaltlich miteinander verschmolzen und das Genre der Love-Comedy stark geprägt. Die derzeit wichtigsten Titel sind neben Takahashis „Inu Yasha“ der Baseball-Manga „Major“ und das auch hierzulande beliebte „Detectiv Conan“.

Vielleicht braucht die Industrie einfach mehr superreiche Otaku mit einstelligen IQen. Da das Pinguin schon vorgestern verbraten wurde, muss diesmal Nagi ran. Zufällig stammt sie ja aus einem der betroffenen Magazine ^-^

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Umschließende Sterne heben ein Wort hervor (*wort*), per _wort_ kann ein Wort unterstrichen werden.
Formular-Optionen

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!