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Wie ein Artikel für die FUNime entsteht - Perspektive 2

Ha! Da greife ich doch glatt mal Marias Eintrag auf:
Ich habe also z.B. ihren Artikel vom Lektorat zurückbekommen.
Der muss nun in die Form gebracht werden, dass er optisch in die FUNime passt.

Zuerst gilt es zu klären, unter welcher Rubrik er stehen soll. Das ist manchmal gar nicht so leicht festzustellen.
Denn zum einen ist die Anzahl an RUbriken begrenzt (es gibt nunmal leider nur eine Handvoll von Farben als Erkennungsmerkmal einer Rubrik, die nach dem Druck auch noch unterscheidbar sind:
Rot - Anime bzw. Film allgemein
Blau - News
Türkis - Manga
Orange - Games
Violett - Events
Gelb - Sonstiges (Interviews, Special)
und in Reserve habe ich noch Grün, wobei das nur schwer von Türkis zu unterscheiden ist.
Zurück zum Beispiel: Marias Artikel könnte nach der Ankündigung ein Beitrag zum Buch (Gelb für Sonstiges) oder zu Anime (Rot) sein. Ich hab mich letzlich für Anime entschieden. Massgeblich war, dass die meisten der gelieferten Bilder zum Anime gehörten ausserdem waren die Bilder knuffig :-)

Der nächste Schritt ist die Entscheidung, wo im Heft der Artikel gesetzt werden soll.
Normalerweise nimmt die Aufmerksam des Lesers von vorne nach hinten ab (zumindest wenn man das Heft von vorne nach hinten liest. Kurioserweise blättert man die FUNime eher von hinten nach vorne durch,wenn man einfach nur mal schnell reinschauen will...). Das bedeutet, das die wichtigen Artikel eher weiter vorne stehen. Aber was sind wichtige Artikel? Wichtig sind alle Artikel, sonst wäre es Platzverschwendung. Vielleicht ist die Formulierung attraktive Artikel besser? Eigentlich auch nicht. Dann eben so: Tagespolitische Artikel stehen vorne, dann Anime/Manga/Games (in wechselnder Reihenfolge). Danach kommen News und Übersichten.

Anime-Berichte sind also eher vorne im Heft. Danach ist der Umfang zu prüfen. Ich mag es in der regel lieber, wenn Artikel sich auf zwei Seiten breitmachen können, durch unser relativ starres Layout (Aussen eine schmale Spalte für Bilder, Kästen, und zwei breitere Spalten für den Text) lasse ich Artikel lieber auf einer linken Seite beginnen, da in die schmale Spalte auch die Einleitung hinein kommt.

Also werden die notwendigen Rahmen für Überschrift, Einleitung und die Textspalten aufgezogen, der text hinein kopiert und mit den FUNime-üblichen Formatierungen bestückt.

Reichen zwei Textspalten für den eigentlichen Text nicht aus, ist der Artikel ein Kandidat für zwei Seiten (mindestens). Ist nicht einmal eine Spalte gefüllt, wird es schwierig. Artikel für eine halbe Seite sind deshalb blöd, weil ich meistens nicht weiss, was auf die freie halbe Seite soll. Ein Artikel über eine Seite läuft im Idealfall über 1,5 Spalten. Dann ist genug Luft für Bilder.

Und mit Bildern ist damit mein absolutes Hassthema angesprochen. Denn Bilder gibt es fast immer zuwenige. Karsten ist da eine rühmliche Ausnahme. Er bombardiert mich regelrecht mit Bildern. Sehr schön. Damit hat man zum einen Auswahl und zum anderen darf man nicht vergessen, viel Text bedeutet immer auch viel Platz für Bilder. Zur Erinnerung: Eine Spalte ist immer dafür reserviert. Wenn einen also die Schreibwut gepackt hat, darf man nicht vergessen, je länger der Artikel um so mehr Platz ist für Bilder.

Ich hoffe also immer, dass ich vom Autoren ausreichend Bilder gestellt bekomme. Wenn nicht, muss ich mich selbst auf die Suche begeben. Vor Jahren war das noch relativ schwierig, da gab es Tante Google und die Bildersuche noch nicht. Heute ist es da zum Glück einfach. Dafür gibt es andere Probleme: Meist kenne ich den Artikel nicht und versuche anhand einiger Stichwörter Bilder aufzugabeln. Da kommt es schnell vor, dass man falsche Bilder findet. Bei Videospielen tappe ich regelmäßig in diese Falle.

So. Der Text ist gesetzt, die Bilder verteilt. Abschliessend werden dann Probe-Druckdateien in Form von PDFs erstellt und an die Redaktion verteilt. Nun müssen andere auf den Artikel schauen. Ich hab solange auf den Artikel geschaut, ich seh absolut nix mehr.

Und dann kommen auch prompt die Fehlermeldungen:
- einleitende Initialien (das sind die grossen Buchstaben) nicht gesetzt
- Bild verdeckt einen Teil des textes
- letzte Rechtschreibfehler
- Fehler in den Bildunterschriften (meistens saug ich mir hier welche aus den Fingern) und gerade wegen den Fehlern vermeide ich es, so gut es geht, Unterschriften zu schreiben, aber auch hier liefern zum Glück immer mehr Autoren selbst passende Unterschriften)
- falsche Rubrikeneinsortierung

Wenn alle Fehler korrigiert sind, wird ein Druckmaster erstellt, an dem noch etwas rumgefeilt (Farbwandlung z.B.) wird und der Auftrag an die Druckerei gegeben.

Danach kann mich die FUNime die nächsten Wochen mal kreuzweise...

:-)

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