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Das war der 12. Anime Marathon

So, nun ist der 12. Anime Marathon vorbei.
Fazit: Es war wieder toll.
Am Samstag waren knapp 300 Besucher auf dem Congelände. Damit kommt die Veranstaltung auf 750 Besucher nach der blöden Summenformel.
Toll war, dass am Samstag zum ersten Mal in Brehna nennnenswert Tagesgäste begrüßt werden konnten.
Dies hat wohl mit dazu beigetragen, dass der 12. AM solide finanziert werden konnte. Damit sollte es auch im nächsten Jahr wieder eine Con des AnT geben können.
Technisch gab es kaum etwas zu meckern. 48 Stunden Non-Stop-Programm. Neben dem Videoprogramm, dieses Jahr mit einem Raum, der ganz im Zeichen der Bluray und hochaufgelösten Anime stand, liefen auch fast ohne Unterbrechung Workshops, Wettbewerbe, Live-Acts u.a. Special Events.
Was dieses Mal stark verwunderte, war, dass die Gänge merkwürdig leer wirkten. Waren am Samstag wirklich 300 Gäste anwesend?
Ja! Denn die Videoräume, Workshops, Teestube, Gamesroom, Mangabibliothek u.a. Räume waren immer gut besucht. Das straffe Conprogramm ließ nur selten Freiräume. Und spricht eindeutig dafür, dass die vielen kleinen Reformen beim Anime Marathon auf gute Resonanz beim Publikum stießen.
Das das Programm gut genutzt wurde, ist auch den guten und stets präsenten Programmplänen zu verdanken, die an allen neuralgischen Punkten aufgestellt waren. Früher war man auf die kleinen Programmzettel angewiesen, die man meistens nur sporadisch studierte. Jetzt läuft es so, dass man, sobald ein Programmpunkt beendet ist, schnurstracks zum nächsten Programmplan geht und das nächste Besuchsziel auswählt. Die Zeiten der Orientierungslosigkeit sollten damit endgültig vorbei sein.
Letztendlich bleibt nur festzustellen, das Wochenende war viel zu schnell vorbei.

Heidi ist 'ne Deutsche!

Ein in Zürich lebender Germanist hat Herausgefunden, dass einiges dafür spricht, dass Johanna Spyri sich bei ihrem Kinderbuch "Heidi", jeder Animefan hat sicher auch von der Zeichentrickversion aus Japan gehört, von einem deutschen Kinderbuch des deutschen Autors Hermann Adam von Kamp, Adelaide, das Mädchen vom Alpengebirge, inspirieren liess.
Das Buch von Kamp erschien 50 Jahre vor Spyris Heidi.
Die Schweizer sind natürlich fuchsteufelswild, dass ihnen ausgerechnet ein deutscher ihre Lieblingsweise wegnehmen will.
(Vgl.: Germanist entdeckt "Ur-Heidi" bei n-tv.de)

Cosplay Bewertungssystem

Auf dem Am wird es, natürlich, auch Cosplay geben. Und einen dazu passenden Wettbewerb.
Während es bei den Briten auch einen Preis für das Floor-Kostüm gibt, gibt es in Deutschland nur einen Preis für das beste Kostüm im Rahmen eines Bühnen-Wettbewerbs.
Ich find die Idee eines Floorkostüms eigentlich ziemlich nett, da viele sehr gute Kostüme am Cosplay-Wettbewerb gar nicht teilnehmen...
Wobei ich glaube, die Biten wollten erreichen, dass möglichst viele Teilnehmer kostümiert erscheinen, was zumindest heute überhaupt kein Problem mehr darstellt. Bei vielen Cons gibt es schon fast mehr Cosplayer als unkostümierte...

Waren die ersten Cosplay-WBs noch fast eine Art Familientreffen, wuchs über die Jahre der Konkurrenzdruck zwischen den Teilnehmern ins unermessliche.

Eigentlich unverständlich, da es in erster Linie um die Teilnahme und den Spass am Auftritt geht.

Auf der einen Seite kann das der Grund dafür sein, warum es immer weniger Cosplayer für Cosplay-Wettbewerbe gibt.

Ein Grund ist aber sicherlich auch die gewachsene Scheu, sich vor einem großen Publikum zu präsentieren. Denn dieses ist über die Jahre natürlich auch kritischer geworden.

Außerdem wissen die wenigsten Cosplayer, wie die Jury bewertet.

Doch dieses Bewertungssystem ist seit Jahren im grossen und ganzen gleich geblieben.
es gibt 4 Kategorien: Ähnlichkeit, Machart, Auftritt, Publikum.

Gab es im Jahr 2000, als ich das System zum ersten Mal auf der AnimagiC anwendete, pro Kategorie nur 3 Punkte, wurde die Anzahl der Punkte 2001 auf 5 aufgestockt. Bei 5 Punkten kann man schon gut einen Unterschied differenzieren. Die Idee, 10 Punkte zu vergeben, wurde im selben Augenblick verworfen, da es hier sehr schwer zu sagen ist, was z.B. der Unterschied zwischen 7 und 8 Punkten ist. Es ist schlicht zu detailliert.

Der Vorteil beim fünfer-System ist auch, dass es kurioser weise fairer ist, da man den sogenannten Durchschnittsfehler machen kann. Dieser Fehler besagt, dass der Mensch dazu neigt, in einer Bewertung zu einer durchschnittlichen Bewertung neigt.

Warum ist das hier gut?

Klarer Fall, wie soll man den ersten Cosplayer bewerten? Bewertet man ihn zu hoch, gibt es kaum Differenzierungsmöglichkeiten nach oben. Mit der Folge, dass ein vielleicht wirklich nur durchschnittliches Kostüm plötzlich in einer Liga mit Spitzenkostümen spielt.

Hier macht es Sinn, nur 3 Punkte, also eben Durchschnitt zu vergeben.
Die nächsten Kostüme müssen sich nur an diesem Kostüm messen: Besser oder schlechter.

Natürlich kann man auch eine bessere Note als die Durchschnittsnote vergeben, das geht immer, wenn man als Juror alle Kostüme schon mal vorher gesehen hat, was man eigentlich als Juror immer machen sollte.

Doch grundsätzlich gibt das System mit der Möglichkeit, einen Durchschnitt zu vergeben, wesentlich mehr Fairness.

Bei einigen Cons werden 6 Punkte pro Kategorie vergeben. Hier muss man sich also entscheiden, ob das Kostüm eher besser (4-6) oder eher schlechter (1-3) ist. Nur, wie kann man hier vergleichen, wenn bisher nur wenige Kostüme zu sehen waren?

Das AnT-Cosplay-Bewertungs-System hat sich jedenfalls durchgesetzt. Und wie bei jedem lebenden System wird es den jeweiligen Umständen angepasst.

Und hier noch zu einer urbanen Legende: Manchem mag das System als sogenanntes HCB-System bekannt sein. Hier muss ich energisch widersprechen. Hans-Christian sass gemeinsam mit mir in der Jury zur AnimagiC 2000 und 2001 und hat dann auf diversen Animexx-Cosplay-Wettbewerben dieses System verbreitet. Wenn überhaupt verdient dieses System den Namen ANT-System!

So.

Das musste mal gesagt sein :-)

Aber zurück zur Angst der Cosplayer vor einem Auftritt. Natürlich hat man Herzklopfen und ist nervös, wenn man vor einer grossen Menschenmenge auftreten muss. Viele Cosplayer wissen auch gar nicht, was sie bei einem Auftritt machen sollen. SIe stöhnen angesichts der Tatsache, dass viele toll choreographierte Auftritte hinlegen.

Aber eines ist sollte klar sein: Die meisten sogenannten Sketche langweilen das Publikum und wenn dann jemand gar noch anfängt zu singen, möchten viele einfach nur schreiend weg rennen.

Aber man muss weder einen Sketch einstudiert haben noch singen.

Ein mutiger Schritt auf das Publikum, ein kurzes Vorstellen, wen man denn darstellt und wer man wirklich ist, verbunden mit einer hübschen Präsentation des Kostüms reichen oft aus. Die Kunst besteht im Weglassen.

Wer offen auf das Publikum zugeht, wird auch offen empfangen und das bringt Punkte!

Und wenn man das Publikum auf seiner Seite hat, wird es auch viele Punkte von der Jury geben.

An eines sollte man immer denken: Cosplay macht man für das Publikum, nicht für die Jury. Das Publikum muss fasziniert werden, nicht die Jury.

Na klar, bevor man die Bühne verläßt, sollte man sich auch der Jury kurz präsentieren,damit diese einen näheren Eindruck vom Kostüm bekommt. Es wäre auch zu schade, wenn die Jury, die fein herausgearbeiteten Details nicht zu sehen bekommt!

Und last not least. Wer auf der Bühne zu hören sein will, nimmt immer die bereitgestellten Mikros. Kaum jemand hat eine so kräftige Stimme, dass ein ganzer, meist relativ unruhiger Saal, übertönt wird. Nutzt die Mikros! Ohne Mikro geht Eure ganze schöne Präsentation den Bach runter!

Also los, meldet Euch auf dem Anime Marathon zum Cosplay an! Mut wird immer belohnt, vom Publikum, das Euch liebt oder von der Jury mit einem Preis!

Noch eine Woche bis zum AM

Heute morgen lag die Letzte-Info-Mail im Email-Briefkasten.
Das bedeutet, der AM kann nun hoffentlich für die meisten problemlos losgehen.
Und sollte etwas unklar sein, kann fast alles auch auf dem AM noch geklärt werden.
Wer keine Mail bekommen hat, sollte sich einfach an die AM-Orga wenden (oder an marathon@tomodachi.de).
Oder sich im Forum (forum.tomodachi.de) melden. Da wird einem auch (meistens) geholfen.

So, was braucht man für den AM: seinen Ausweis (FSK-Prüfung), Sachen für den B&B (falls man was beim Flohmarkt verkaufen will), Sachen für die Auktion (falls sie rar genug für eine Auktion sind und man sie unbedingt loswerden will).

Viel mehr braucht man eigentlich nicht.

Generell sollte man eine Convention wie den AM mehr als Gelegenheit nutzen, mit alten Freunden wieder ins Gespräch zu kommen und ein schönes Wochenende zu verbringen. Nicht mehr und nicht weniger.

Programm-Programm-Programm Teil 3

Ich hab mir dummerweise von Jani die Aufgabe überhelfen lasen, die grossformatigen Programmpläne, die an einigen markanten Punkten stehen/hängen werden, zu designen.
Puuhhhh... eine Scheissarbeit. Insbesondere wenn nicht zu allen Punkten Material in Form von Texten und Bildern geliefert werden. Bei der FUNime ist es einfacher, was nicht geliefert wird, fliegt raus.
Geht hier leider nicht, da es den Programmpunkt nun mal gibt. Also denkt man sich was aus, wie man den Platz möglichst so füllt, dass es hübsch und praktisch ist.

Naja, grundsätzlich ist er fertig. Und wenn man sich das Programm anschaut, sind wirklich einige gute Sachen drin. Selbst das Anime-Programm, Problemkind der letzten Jahre (wegen der Fansubproblematik und der generellen Orientierung weg vom Anime), weiss zu gefallen. Zumindest, wenn man nicht das neueste vom Neuen schon kennt.

Es ist wieder die Mischung, die das Anime Programm interessant werden lassen.

Jenseits der Anime hat sich aber auch wieder einiges an Programm versammelt. Einiges habe ich die letzten Wochen ja schon ausgeplaudert.

Jetzt sind mir aber noch ein paar interessante Sachen mehr aufgefallen.

Zum Beispiel haben wir zwei Sushi Kurse, einmal einen praktischen, wo man für sich zum Hausgebrauch lernt, ein paar Dinger zu rollen, aber auch einen Vortrag, der weit darüber hinausgeht, Sushi als blosses Finger.Food abzu tun. Denn Sushi ist mehr als nur roher Fisch und saurer Reis! Wenn wir schon akademisch sind, es gibt noch weitere interessante Vorträge, einer bezieht sich auf Keramik, natürlich japanischer Prägung. Ich finde es ja immer wieder erstunlich, wie leicht es insbesondere beim Geschirr fällt, chinesisches Geschirr von japanischem zu trennen. Natürlich geht der Vortrag weit über blosse Gebrauchskeramik hinaus!

Wer Stammgast auf dem Marathon ist und/oder technisch interessierter leser der FUNime, wird Karstens Faible für Heimtechnik kennen. Letztes Jahr gab er schon eine kleine Einführung über die neue HD-Technik, die mittlerweile auch umfänglich beim Anime einzieht. Dieses Jahr steht ein Videoraum fast ausschliesslich im Zeichen von High-Definition Video. Und ehrlich, einmal HD, immer HD. Wenn man sich dann noch Karstens Vortrag anhört, merkt man aber auch hier, nicht alles was glänzt ist Gold.

Ein wichtiges Event ist immer auch das Cosplay. Keine Con ohne massenhafte Cosplayer! Kurios ist dabei, dass die Cosplay-Wettbewerbe über einen Teilnehmerschwund klagen. Die Cosplayer haben teilweise einen Bühnenphobie! Es ist aber auch schwer, vor hunderten Zuschauern sich zu produzieren.Dazu gehört massig Überwindung. Ein Workshop beschäftigt sich mit dieser Bühnen-Angst. Und wer teilnimmt, merkt schnell, es gibt keinen Grund Angst vorm eigenen Auftritt zu haben. Denn die Zuschauer werden einen Lieben!

Ein Highlight auf dem AM ist das Quiz. Dieses mal gibt es derer Zwo. Eines für den ambitionierten Anime und Manga Fan und eines für die Otaku, die sich Anime nicht nur anschauen, sondern leben! Wer dieses Quiz mit einer guten Punktzahl abschließt, ist dem Titel Gott des Anime schon sehr sehr viel näher gekommen.

Last not Least: Auch der Gamesroom veranstaltet wieder einen Wettbewerb. Und auch diesmal sind die regeln wieder so, dass nicht nur Hardcoregamer eine Chance haben. Auch Neulinge können Profis richtig alt aussehen lassen.

So, das wars mit einem vorzeitigen kleinen Einblick. Es gibt natürlich noch viel viel mehr, über das Life-Acthabe ich noch nichts richtiges geschriben, die Auktion den Flohmarkt, die Händler und und und... wer sich auf dem AM langweilt, will sich langweilen.

Ich freu mich schon, möglichst viele auf dem AM in Brehna begrüßen zu können. Und denkt dran, brehan, das war die Location mit dem wirklich tollen Frühstück!! also schnell anmelden und Conticket sichern!

Zusammenarbeit mit der AOK Zeitschrift

Puuuhhh... Geschafft! Noch vor dem Anime Marathon können wir verkünden, dass die langwierige Verhandlung mit der AOK endlich erfolgreich beendet wurde.

Die FUNime übernimmt die inhaltliche Gestaltung von 16 Seiten innerhalb des AOK Magazins. Diese Seiten dürfen ganz im Stil der FUNime aufgemacht werden und richten sich an ein reiferes Publikum, 18-45 Jahre. Der Abdruck ist für die FUNime kostenlos, im Gegenteil, wir können allen Mitgliedern eine kostengünstige AOK Mitgliedschaft im Privatkundentarif anbieten.

Dieser gilt solange, wie die FUNime ein Drittel des Heftes gestaltet. Sollte die Zusammenarbeit, die aber mindestens auf 18 Monate angelegt ist, beendet werden (kündbar 2 Monate im Vorraus), würden alle Mitglieder leider wieder nur gesetzlich versichert sein. Die Höhe des Tarifs entspricht dem gesetzlichen, ist also abhängig vom Einkommen und liegt bei 14,9%, knapp die Hälfte davon, konkret 7% übernimmt der Arbeitgeber. Die Beitragsbemessungsgrenze hat keinen Einfluss, ebensowenig wie Vorerkrankungen.

Jedes Mitglied, welches diesen Tarif wählt, unterstütz damit auch direkt die FUNime, denn wir erhalten 500 Euro pro Jahr und pro Mitglied.

Nähere Infos gibt es per E-Mail unter pkv@funime.de

Mit der FUNime nicht nur erstklassig informiert, sondern auch erstklassig versichert. Nie wieder lange auf Termine warten, keine Praxisgebühr, kein Hausarztzwang.

Programm-Programm-Programm Teil 2

...und weiter gehts...

Nach dem bereits im letzten Jahr die Teestube japanisiert wurde, also optisch und geschmacklich in Richtung Japan geschoben wurde, wird diese Entwicklung natürlich auch dieses Jahr beibehalten.

Die Teestube dient damit wieder als kleiner Treffpunkt zum Ausruhen, Verweilen und Ablenken.

Und es ist ein grosser Workshop in der Teestube geplant:
Japanische Tischsitten
Inhalt wird sein:

  • japanischer Tischschmuck
  • japanisches Geschirr und das Arrangement
  • Essen mit Stäbchen
  • Schlürfen
  • typische Getränke
  • typische Bestandteile eines Essens
    • Misosuppe
    • Reisschälchen
    • Gemüse
    • Nudelsuppe
    • Mochi
    • Süssigkeit (Dessert)


Natürlich wird das kein trockener Vortrag sein, im Gegenteil, es wird so manches ausprobiert werden können. Nicht ohne Grund wird dieser Workshop in der Teestube selbst durchgeführt.
Es ist geplant, diesen Workshop dreimal durchzuführen, Freitag in der Nacht und am Samstag und Sonntag zur Mittagszeit.
Da die Plätze sehr begrenzt sind, muss man sich anmelden.
Teilnehmen kann jeder, der Workshop richtet sich jedoch explizit an Teilnehmer mit wenig bis gar kein Grundwissen. Experten dürften deutlich unterfordert sein.

...wird fortgestzt...

Anime Marathon: Das Programm

Jani hat mir erlaubt, überall auszuplaudern, was es auf dem AM alles tolles geben wird...

Mittlerweile stehen etliche Programmpunkte bereits fest:

Der Gamesroom wird mit 140 qm wieder besonders gross! Alles was wichtig ist und toll ist, kann dann dort gezockt werden. Wettbewerbe eingschlossen

Für Cosplayer haben wir ein professionelles Fotostudio gewinnen können. Hier kann man dann (gegen einen kleinen Unkostenbeitrag) endlich einmal ein wirklich gutes Foto von sich machen lassen!

Neben dem Animeprogramm wurden in den letzten Jahren die vielen kleinen Special-Events immer wichtiger.
Dass Bring-and-Buy, also der ANime-Flohmarkt wieder dabei ist, ist klar, dass es eine Auktion geben wird, sollte auch klar sein.
Aber mit Dr. Kenji Kamino haben wir einen Referenten gewinnen können, der fundiert über Sushi und japanische Keramik je einen Vortrag halten wird.

Langjährigen Congängern dürfte mittlerweile auch der Workshop Japanische Geschenke ein Begriff sein!

Show, Show, Show...
Ihr Kommen angekündigt haben Anime Crossover und die noch junge Gruppe Horo. Letztere haben den Anime Marathon ausgewählt, hier ihren ersten großen Deutschlandauftritt zu feiern!

Also schnell anmelden um keine Highlights zu verpassen :-)

... wird fortgesetzt ...

Regelung nicht existenter Jugendlicher (非実在青少年条例)

Wie die meisten hier wissen gibt es in Japan auch einen ganzen Haufen schmutziger Manga und Doujin.
Seit längerer Zeit gibt es aus dem Ausland Druck auf Japan, doch bitte mal ein Gesetz zu verabschieden das Loli-Eromanga verbietet, bisher mit wenig Erfolg (siehe http://www.sankakucomplex.com/2009/07/21/loli-ban-rejected/).

Jetzt wird es statt dessen durch die Hintertür probiert indem sie eine Verordnung für den Großraum Tokio vorgeschlagen haben (http://www.sankakucomplex.com/2010/02/28/tokyo-faces-loli-ban/).
Auch wenn Mangaka sich bereits gegen den Bann geäußert haben (http://www.sankakucomplex.com/2010/03/16/top-mangaka-blast-loli-ban/) stehen die Chancen bei der heutigen Abstimmung über die "Verordnung über nichtexistente Jugendliche" wohl eher auf einer Annahme des Gesetztes.
Auch wenn diese Verordnung sich nur auf den Großraum Tokio bezieht, wird sie wohl aufgrund der zentralen Stellung der Hauptstadt landesweite Auswirkungen haben.

Die Abstimmung zur Verabschiedung ist übrigens anscheinend heute.

Meine Meinung zu dem Thema ist übrigens das es doch besser ist ein Pädophiler schaut sich Loli-Eromanga an als das er sich an echten Kindern vergreift...
Und wenn man dann noch Artikel wie diesen liest das die Verfügbar keit von Pornografie die Kriminalität eher senkt:
http://www.the-scientist.com/article/display/57169/

Vieleicht gibt es ja dann demnächst auch eine japanische Piratenpartei?
Einen Eintrag in der japanischen Wikipedia gibts schon:
http://ja.wikipedia.org/wiki/%E6%B5%B7%E8%B3%8A%E5%85%9A

Hier noch eine holprige Übersetzung eines längeren Textes zu dem Thema:

"Zur Zeit ist die idiotische Regelung, die wir Autoren unter uns bisher nur lachend abgetan haben, im Begriff umgesetzt zu werden und diese Feststellung ist dabei Wellen zu schlagen"

"In Anime, Manga und Spielen auftauchende 'nicht existierende Jugendliche' werden von der Behandlung her mit lebenden Menschen gleichgestellt, und entsprechende Werke als Kinderpornografie strikten Verboten unterworfen, so das der bloße Besitz unter Strafe gestellt wird"

"Um es in den Worten einer bestimmten Person auszudrücken, "Tokios Regulierung der 'nichtexistenten Jugendlichen'. Das Problem ist nicht nur das wir pornografische Manga nicht mehr lesen können werden. Wird diese Verordnung erlassen, dann bestätigen wir damit das die Regierung das Recht hat willkürlich zu bestimmen ob die Produkte unsere freie Meinungsäußerung gefährlich sind oder nicht. Wenn man die freie Meinung nicht mehr äußern darf, ist sie nicht mehr frei.""

"Der folgende Text ist aus dem Blog von Kritiker und Forscher Yukari Fujimoto:"

"Einige hier wissen es sicherlich bereits, am 24. Februar wurde ein Reformvorschlag der Tokioter 'Verordnung zur Gesunden Erziehung von Jugendlichen' eingebracht, der auch eine Regulierung von 'Nicht existierende Jugendlichen' (also nicht in Foto und Film, sondern in Manga, Anime und Spielen vorkommende Jugendliche) enthält."

"Diese beinhaltet eine Regulierung von Personen, die 'Nach Alter oder Bekleidung, Gegenständen, Schuljahr, Hintergründen oder Stimme dem Eindruck nach unter 18' sind, d.h. auch wenn der Geschichte nach jemand über 18 ist, wird es trotzdem verboten solange der Eindruck eines unter 18-jährigen erweckt wird."
 
"D.h. der von der Regierung mehrfach vorgeschlagene aber durch Gegenstimmen nicht vorwärtskomende Plan zur Revision (verschlechterung) der Regelung des 'einfachen Besitzes' im 'Kinderpornografiegesetz' (auch ohne Absicht zum Handel wird jemand 'im Kontakt mit Kinderpornografie' allein bei 'Besitz' verhaftet) mit der Absicht 'Das 'Kinderpornografiegesetzes' auch für Manga, Anime, Spiele usw. als Bild gezeichnete jugendliche zu übernehmen' wird hier zunächst als Regelung der Hauptstadt vorgegriffen."

"Daher wird der zur Zeit nicht strafbare einfache Besitzt strafbewehrt."

"Zusätzlich wird es durch diese Regelung zur 'Pflicht des Einwohners von Tokio' 'Kinderpornografie' (im obigen Sinne einschließlich nicht existierender jugendlicher) auszuradieren."

"Paragraph 18-6-4:"
"1) Es ist jedermanns Pflicht, Kinderpornografie nur begründet [d.h. Ausnahme für Vollstreckungsbeamte etc. nehme ich an] zu besitzen."
"2) Einwohner sollen die Haupstadt bei der Durchsetzung des Verbots der Kinderpornografie nach Kräften unterstützen"
"3) Einwohlner sollen das Verständnis dafür vertiefen, das der Trend Jugendliche ohne Grund als sexuelles Objekt behandeln nicht verbreitet werden soll, es gibt die Befürchtung das Dinge die jungendliche in sexueller Art darstellen der Entwicklung eines gesunden sexuellen Selbstverständnisses entgegensteht, sowie Jugendlichen nicht einfach möglich sein solche Dinge zu betrachten[laut edict auch: im Webbrowser anschauen] oder anzusehen."

"Wenn man nur das liest, könnte man denke solange man im Kopf behält das Jugendliche es nicht lesen sollten ist es in Ordnung, aber auch von Erwachsenen gelesene Werke fallen alle unter diese Regulierung"
"Der komplette Reformvorschlag ist unter der unten stehenden URL nachzulesen. Darunter sind vor allem die in rot hervorgehobenen Stellen in der zweiten Hälfte wichtig.
http://fr-toen.cocolog-nifty.com/blog/2010/02/post-cbc1.html"

"Zur am 7. stattgefundenen Dringlichkeitssitzung des Parlaments:
http://icc-japan.blogspot.com/2010/02/blog-post_27.html"

"Zusammenfassung der Grundlegenden Informationen zu diesem Problem:
http://mitb.bufsiz.jp/"

"'Sieht unter 18 aus', 'Krankhaft', neben diesem willkürlich interpretierbaren Text, betreffend der dieses Regelung vorantreibenden Hauptstadt: "Komplette Mitarbeit als 'Bürgerpflicht', ist das der Faschismus der Vorkriegs und Kriegszeit? Wo ist der Unterschied zum 'Volksverräter!'?" will man bei diesem Gesetz voller Probleme sagen, aber das Hauptproblem ist:

Unter den aktuellen Umständen wird diese Gesetz fast garantiert verabschiedet!

Hier der Originaltext:
このところ、われわれ物書きの間では笑いの種になっていたおバカな条例が、実は成立寸前だと知って、にわかに波紋が広がっています。

 アニメや漫画、ゲームに登場するキャラクターを「非実在青少年」として、生身の人間と同等に扱い、これを登場させた作品を児童ポルノとして厳しく規制しようというもので、所持しているだけでも処罰の対象となる由です。

 ある方の言葉を借りれば、「東京都の「非実在青少年」規制。エッチな漫画が読めなくなるだけの問題じゃありません。これが通ると、私たちの表現や言論を、国や行政が勝手に「有害」かどうかを認定する権利があると認めることになります。思想信条は無条件に自由であるべきで、それを無条件に表現できなければ自由ではありません」ということになります。

 以下は、編集者から評論家、研究者に転身した藤本由香里・明治大准教授の日記からの転載で、できるだけ多くの人に知ってほしいということで、ここに掲出する次第です。

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 すでにご存知の方もいらっしゃると思いますが、2月24日に、東京都青少年健全育成条例の改正案が出され、その中に、「非実在青少年」(つまり実写でなく、マンガ・アニメ・ゲームに出てくる青少年)への規制が盛り込まれています。
これは、 「年齢又は服装、所持品、学年、背景その他の人の年齢を想起させる事項の表示又は音声による描写から十八歳未満として表現されていると認識されるもの」と規定されており、つまり設定が18才以上になっていても、「18歳以下に見えれば」ダメ、ということです。
 つまり、国の方で何度も改正(改悪)が話題に上りながらも、反対が多く先に進まないでいる「児童ポルノ法」における、「単純所持規制」(=とくに売買する意思を持っていなくとも、「児童ポルノにあたるもの」を単純に「持っている」だけで逮捕)、「マンガ・アニメ・ゲームその他、画像として描かれる青少年の姿にも児童ポルノ法を適用する」というもくろみを、都の条例で先に決め、規制してしまおうという法律です。
 なので、今のところ罰則はありませんが、「単純所持」も禁止されています。
 おまけに、上記に規定された意味での「児童ポルノ」(つまり非実在青少年を含む)の根絶に向けて努力し、都に協力するのが「都民の義務」と規定されています。

第十八条の六の四 何人も、児童ポルノをみだりに所持しない責務を有する。
2 都民は、都が実施する児童ポルノの根絶に関する施策に協力するように努めるものとする。
3 都民は、青少年をみだりに性的対象として扱う風潮を助長すべきでないことについて理解を深め、青少年性的視覚描写物が青少年の性に関する健全な判断能力の形成を阻害するおそれがあることに留意し、青少年が容易にこれを閲覧又は観覧することのないように努めるものとする。

これだけ読むと、青少年が読まないよう留意すればいいのかと思うかもしれませんが、成人が読むものもすべて、規制の対象になります。
都条例の改正案の全文は以下で読めます。
このうち、後半の、とくに赤で反転してあるところが重要な部分です。
http://fr-toen.cocolog-nifty.com/blog/2010/02/post-cbc1.html

また、去る7日行われた緊急集会のお知らせ
http://icc-japan.blogspot.com/2010/02/blog-post_27.html
も含め、この問題に関する基本情報をまとめたサイトは以下です。
http://mitb.bufsiz.jp/

「18歳以下に見える」とか、「不健全」とか、いくらでも恣意的に解釈できる条文の上に、これらの規制を推進しようとする都に対し、全面的に協力するのが「都民の義務」とするなど、これは戦前戦中のファシズムか? 「非国民」!とどこが違うの? と言いたくなるくらい問題のある法律なのですが、問題は、

今の状況だとほぼ間違いなく、この法律は通ってしまう!

Was macht man noch? Man labert rum...

Es war irgendwann im letzten Jahr, da ist eine Webseite, conan und Co auf den Vorstand zugekommen und bat um die Beantwortung von einigen Fragen. Elisa knallte mir die vor den Latz mit den Worten "Du warst damals dabei, sag mal was dazu".
Da ich weiss, dass sich der AnT bei offiziellen Äußerungen äußerst schwer tut und erst einmal ein Komitee zur Prüfung auf Notwendigkeit einer Antwort gründet und wenn das Positiv ausfällt wird ein Arbeitskreis Welche-Bedenken-gibt-es-bei-der-Beantwortung-und-lösen-wir-damit-den-dritten-Weltkrieg-aus gegründet, der sich mit den Antwoten auseinandersetzt, sämtliche Ecken und Kanten glatt bügelt und trotzdem keine Freigabe gibt (wir haben es schliesslich bis heute nicht geschafft, unsere Anime Satire Deutschland 2040 zu veröffentlichen, weil wir ja damit jemandem auf den Schlips trampeln könnten und haben stattdessen nur die für sich allein völlig sinnlosen Liner Notes veröffentlicht (die allerdings auf den AnT-Seiten auch nicht mehr zu finden sind). Die Satire wurde übrigens in der FUNime 12 veröffentlicht), habe ich einfach mal selbst die Antworten geliefert.
Die Antworten finden sich hier: http://www.conanundco.net/news/artikel211109.htm
Mit dem Interview ist auch der Beweis angetreten, dass ich nicht im Kopf rechnen kann...

Review: Final Fantasy XIII

Da der Titel hierzulande morgen in die Läden kommt, dachte ich mir, meinen Artikel aus der FUNime auszugraben und hier auf den Blog zu posten. Und da etwas Zeit seit dem Artikel vergangen sind, habe ich am Ende des Artikels noch ein kleines Update hinzugefügt. Das Review basiert auf der im Dezember letzten Jahres in Japan erschienen Version für die PS3, bei den europäischen Versionen könnte es daher Veränderungen geben.


Final Fantasy XIII – FF in HD: Flop oder Top?

Über drei Jahre mussten Final Fantasy-Fans sich gedulden, doch nun hat das Warten endlich ein Ende. Im Dezember erschien mit Final Fantasy XIII der neueste Titel in der Reihe, die wie keine für den japanischen RPG steht, einem einst gefeierten Genre, das heute international aber in den Tiefen der Bedeutungslosigkeit versunken ist.

Gut, es ist sicher noch nicht so schwarz, wie es die große Videogame-Seite IGN kürzlich mit einem sehr kontroversen Artikel zur Verbesserung des JRPGs sah. Auch wenn der neueste Dragon Quest-Teil mit über 4 Mio. verkauften Einheiten mehr Exemplare abgesetzt hat als die meisten hoch gelobten westlichen Rollenspiele, täuscht dies nicht darüber hinweg, dass JRPGs sich nur in Japan und auch dort vor allem für die portablen Konsolen verkaufen. JRPGs für die HD-Konsole hatten durchaus ihre Fans auch im Ausland, waren für die großen WRPG-Titeln aber weder in Qualität, noch Verkäufe ernsthafte Konkurrenten.
Final Fantasy ist im Westen die einzige JRPG-Reihe, die regelmäßig Millionen Exemplare auch außerhalb Japans absetzt. Der letzte große Titel, Final Fantasy XII wurde von Kritikern für seine Innovationen gefeiert, verfremdete aber gerade durch diese viele Alt-Fans und verkaufte sich daher eher mäßig. Die Dutzenden minderwertigen Final-Fantasy-Veröffentlichungen der letzten Jahre, die offensichtlich nur den großen Namen ausschlachten sollten, haben zusätzlich die Reihe in Misskredit gebracht. Große Hoffnungen lagen daher auf dem nächsten großen Titel der Reihe und dem ersten in High-Definition.
Bereits 2006, mit dem Aufkommen der ersten Konsolen der neuen Generation, wurden erste Teaser zu Final Fantasy XIII gezeigt. 2008 kam es überraschend zum großen Knall (und sicherlich auch Herzinfarkten bei einigen Sony-Managern), als erklärt wurde, dass der Titel im Westen auf mehreren Plattformen erscheinen sollte. Offenbar waren den Chefs der Produktionsfirma die Verkäufe von Sonys PlayStation3 nicht gut genug. Am 17. Dezember 2009 war es für die Japaner schließlich so weit, hatte das Warten endlich ein Ende. Zumindest für die, die schnell genug waren, sich ein Exemplar zu ergattern, denn schon nach dem ersten Tag wurden die ausgelieferten Mengen knapp. Bis Ende des Jahres hatte sich das Spiel fast 1,7 Mio. Mal verkauft, was bedeutete, dass bei knapp 3,7 Mio. verkauften PS3 in Japan fast jeder zweite PS3-Besitzer das Spiel gekauft hatte! Fraglich, ob sich dieser Erfolg im Westen am 9. März dieses Jahres wiederholen lässt. Die Japaner jedenfalls haben Final Fantasy offenbar noch immer lieb.
Aber japanische Spieler waren schon immer relativ konservativ und so neuartig klingt die Story am Anfang auch nicht. Mit der typischen FF-Truppe aus Ex-Soldaten und Rebellen reisen wir durch die Welt von Pulse, auf der Suche nach der Antwort, weshalb unsere Helden von den Fal'Cie (mächtige magische Wesen, die diese Welt kontrollieren) verflucht wurden, und welche Aufgaben sie nun als so genannte L'Cie nun haben. Verfehlen sie diese nämlich, enden sie als geifernde Zombies. Erfüllen sie sie aber, enden sie als Kristallstatuen. Persönliche Dramen und Tragödien, sowie große moralische Dilemmas sind also vorprogrammiert. Zusätzlich hat natürlich jeder der sechs spielbaren Figuren noch sein eigenes kleines Geheimnis. Neben der burschikosen und darwinistischen Lightning, die lieber anpackt statt zu reden, haben wir noch ihren hyperoptimistischen Schwager Snow, einem naiven Hünen, der das personifizierte Gute darstellt. Nach dessen Leben trachtet der 14-jährige Hope, der Snow den Tod seiner Mutter anlastet und sich nur noch durch Rachegelüste am Leben hält. Pessimistisch veranlagt ist auch der schon etwas ältere Sazh, der einzige in der Truppe mit einem gesunden Menschenverstand und einem Chocobo-Kücken im Afro. Wie Tag und Nacht sind die beiden Oerba-Schwestern: Während die jüngere Vanille sich mädchenhaft-unschuldig gibt und im Zweifelsfall vor allem davon läuft, hat die ältere Fang die Zunge eines Fuhrknechts und Arme eines Bauarbeiters.
Liebeleien gibt es natürlich auch wieder, die dient aber mehr als Trigger denn als Thema und dürfte für westliche Geschmäcker doch etwas befremdlich wirken (und damit ist diesmal nicht der Kitsch gemeint). Insgesamt sind die Geschichten zwar sehr emotional, aber noch in einem ertragbaren Rahmen. Die Charaktere bleiben für JRPG-Verhältnisse überraschend glaubhaft und die Geschichte wird schön Stück für Stück aufgerollt, vor allem wie es zu dem schicksalshaften 13. Tag kam, mit der das Spiel bombastisch einleitet. Insgesamt stehen hier die privaten Konflikte der Charaktere mit dem System der Fal'Cie im Vordergrund, was die diversen Antagonisten im Spiel leider sehr blass wirken lässt. Wie beim letzten Teil fehlt leider auch hier ein großer charismatischer Bösewicht, dafür sind die privaten Geschichtchen aber verständlicher als politische Ränkespiele.
Spielerisch haben wir einen scheinbaren Rückschritt zum alten Runden-System, jedoch wurde das traditionelle ATB-System (Active Time Battle) etwas aufgebohrt und durch diverse neue Konzepte wie dem Break-System oder dem Paradigm-Shift ergänzt, auch kann der Spieler nur noch den Anführer in seiner kleinen Dreiergruppe direkt steuern, was angesichts des viel höheren Tempos aber durchaus sinnvoll ist. Die dynamischen Kämpfe sollen an die im Film Advent Children erinnern, und teilweise hat man tatsächlich das Gefühl, ein Action-Adventure zu spielen und nicht ein JRPG. Die zahlreichen automatisierten Jump-n-Run-Abschnitte, wo man sich fragt, weshalb die Entwickler keine aktive Sprung- und Kletterfunktion eingebaut haben, erinnern einen jedoch wieder daran, was für ein Genre man vor sich hat. Leider merkt man auch sehr schnell, wie linear das Spiel aufgebaut ist. In großen Teilen des Spieles läuft man leider nur einen sehr schmalen Weg entlang und Städte, in denen man sich mit den Bewohnern sozialisieren kann, sind sehr rar. Freunde von Sidequests oder gar Sandboxes werden hier sehr enttäuscht.
Charakterlevels wurden abgeschafft, stattdessen levelt man sechs rudimentäre Berufe (Attacker, Blaster, Defender, Jammer, Enhancer, Healer), die im Kampf schnell gewechselt werden können und sogar müssen. Speicherpunkte, an denen man zusätzlich noch einkaufen und Gegenstände aufwerten kann, gibt es noch immer und in großen Mengen, wenn man stirbt, landet man jedoch nicht mehr beim letzten Speicherstand, sondern direkt vor dem Gegner, an dem man gescheitert ist. Eine willkommene Neuerung, da ein Kampf auch bei schwachen Gegnern durch Unaufmerksamkeit schnell unschön enden kann. Bei manchem Gegner können ohne Kenntnis der Strategie gar einige Dutzende Anläufe nötig sein, was dann doch etwas frustrierend sein kann. Insgesamt bleibt der Schwierigkeitsgrad überschaubar und man wird ja nicht ins kalte Wasser geworfen. Das gesamte Spielsystem wird nach und nach frei geschaltet und per Tutorial erklärt, was für Neueinsteiger schön ist, alte Kämpfen aber doch etwas zu sehr bevormundet.
Grafisch ist der Titel erwartungsgemäß mit das beste, was es derzeit auf dem Markt gibt, vor allem die Gesichtsanimationen überzeugen. Nur die Hände wirken außerhalb der CGI-Szenen auffallend klobig. Freunde von orgastischen Videosequenzen werden sich wieder über viele Unterbrechungen des aktiven Spielflusses freuen dürfen. Die Landschaften in der FF-typischen Scifi-Fantasy-Welt sind abwechslungsreich und fantasievoll gestaltet, leider wirken sie aber durch den viel zu linearen Spielverlauf und die kurzen, engen Wege eher wie flache Hintergrundbilder denn eine lebendige Welt. Auch die Musik dürfte eingefleischte FF-Fans enttäuschen. Statt der großen Uematsu-Melodien haben wir zwar eine große Bandbreite an Stücken von seichter Fahrstuhlmusik über sanften Jazz und elektrischer Musik bis zu den großen Orchesterstücken, nur wenige bleiben einem aber im Gedächtnis.
Technisch ist den Programmieren ein kleines Meisterwerk gelungen. Die PS3-Version braucht ganze 500kb für die Installation, was etwa dem eines Speicherstandes entspricht. Trotzdem gibt es fast keine Ladezeiten und auch die Framerate bleibt auch beim größten Effektgewitter relativ konstant, nur in manchen Videoszenen ruckelt es kaum merklich und nur ganz kurz.
Anders als seinen unglücklichen Vorgänger kann man Final Fantasy XIII sicherlich problemlos in den Kanon der großen FF-Titel stellen, dabei ist er in der Summe weniger als Besinnung auf alte Werte, sondern eher als ein neuer Ansatz zu verstehen. In der Summe gehen die zumeist kleinen Veränderungen sogar noch weiter als beim zwölften Teil. Er ist sicher nicht der beste Teil, aber eine würdige Fortsetzung der Reihe. Die Richtung stimmt jedenfalls: mehr Dynamik und ein Spieler-freundlicheres Konzept. Square-Enix kommt hier offenbar die im Ausland gewonnene Erfahrung zugute. Trotzdem lässt der Titel noch viele Wünsche übrig. Insgesamt aber kann man sagen, dass Final Fantasy im HD-Zeitalter angekommen ist. Die Frage ist nur, ob der westliche Markt es auch so sehen wird. Denn für einen Titel dieser Größe ist der japanische Markt definitiv zu klein.

Update:
Offenbar ist das Spiel trotz der hohen Verkäufe auch in Japan relativ kritisch aufgenommen worden. Die Wiederverkaufspreise sind extrem niedrig und viele Händler verkaufen das Spiel mittlerweile mit hohen Rabatten. Bemängelt wird vor allem das fehlende RPG-Feeling. Die fehlenden Explorationsmöglichkeiten und Städte verstärken zwar die Story, machen aber die Welt kalt und leblos. Man kann nicht mit NPCs interagieren oder Minispiele machen und selbst die Quests, die man später auf Pulse machen kann, sind simple Tötungsquests in einer sehr überschaubaren Welt.
Für einen Shooter oder ein Action-Spiel nicht ungewöhnlich, für ein RPG sicher zu wenig. Statt von Call of Duty hätten sich die Macher da wohl lieber von Bioware- oder Bethesda-Titeln inspirieren lassen sollen.
Aber seien wir ehrlich, wie die Macher es auch gemacht hätten, die abstrusen Vorstellungen der notorisch ungnädigen Final Fantasy 7, 8-Fans hätten sie eh nicht befriedigen können.

Fabian Bang fordert zur Löschung auf

In der FUNime 56 veröffentlichten wir ein Interview mit Peter Müller, dem technischen Leiter der DCM, der Deutschen Cosplay Meisterschaft.
Anlass war, dass die DCM Fabian Bang den Titel aberkannte, da dieser gegen Richtlinien der DCM verstieß.
Neben Peter versuchten wir auch mit Fabian in Kontakt zu treten, da wir selbstverständlich auch an seiner Sicht der Dinge interessiert waren. Leider kam ein Kontakt nicht zustande.
Dies war vor einem Jahr.
Vor einigen Tagen meldete Fabian sich bei der Chefredaktion und dem Webteam und forderte uns auf, seine Daten von der Homepage zu entfernen.
Erst einmal waren wir erstaunt und fragten uns, welche Daten er denn wohl gemeint haben könnte. Nach dem wir Tante Google jedoch mit "Fabian Bang" fütterten, erscheint dieser Link als erster Treffer und es war klar, das Fabian gerne seinen Namen aus dem Internet gelöscht haben wollte.
Jedoch gab es erst kürzlich eine Gerichtsentscheidung, dass Personen die in einer Berichterstattung erwähnt werden, die im öffentlichen Interesse steht, damit leben müssen, dass ihr Name in diesem Zusammenhang veröffentlicht wird. Wie stark das Interesse ist, sieht man an den zum Teil heftigen Reaktionen auf die Betrugsvorwürfe. Der Artikel der FUNime ist dabei einer der wenigen, die nicht reißerisch oder polemisch mit dem Sachverhalt umgehen.
Wir haben uns also dem Änderungswunsch von Fabian verschlossen.
An der Stelle bleibt nur noch einmal zu warnen, das Internet ist gnadenlos und verzeiht keinen Fehltritt. Insbesondere wer die Öffentlichkeit sucht und Teilnehmer an einem deutschlandweiten Cosplay-Event können einem eine Menge weismachen, aber nicht, dass sie nicht im Mittelpunkt stehen wollen, muss sich der Gefahren einer bleibenden Veröffentlichung immer bewusst sein.

FUNime 60 - Fehlermeldungen ernst nehmen

Dieser Tage sollten die Hefte bei den Mitgliedern und Abonenten eintrudeln.
Und bevor sich jemand über das total verpixelte Bild bei Hallo Kurt aufregt... Ich weiss jetzt, welches Bild der Pagemaker reklamierte und androhte nur die kleine Preview-Version nehmen zu können, weil er das eigentliche Bild nicht finden konnte.
Dummerweise sagt er einem nicht, welches Bild er nicht findet. in irgendeiner dummen Übersicht in irgendwelchen dummen Menüs kann man das zwar finden und wenn man dann so arogant ist und es besser weiss als der Computer "ICH LASS MIR DOCH VON EINEM DÄMLICH UNTERBELICHTETEN COMPUTER NICHTS VORSCHREIBEN!", muss man halt mit einem verpixelten Bild leben :-(
So nu wisst ihr, warum das Bild Scheisse aussieht...
Und ich ärger mich zu tode...

Die AnT-Tiefstapelei kotzt mich an

Schaut man im Wörterbuch nach Understatement erfolgt ein Verweis auf AnT.
In über 13 Jahren haben wir es nicht geschafft, uns nach Aussen richtig zu verkaufen. Jahrelang waren wir auch noch stolz darauf, gegen den Strom zu schwimmen. Als alle Welt bei Cons die Besucherzahlen aller Contage addierten, rümpften wir nur verächtlich die Nase, waren wir doch im Besitz der einzigen Wahrheit. Natürlich zählten wir nur den besucherstärksten Tag, und bemerkten nicht, dass wir damit in eine Liga der dritt- und viertklassigen Cons mit teilweise unter 100 Besuchern pro Tag abrutschten, obwohl wir üblicherweise bei 300-350 Teilnehmern pro Tag landen. das macht in der Additiven Teilnehmerrechnung ungefähr 800-1000 Teilnehmer...
Warum stapeln wir eigentlich in fast allem immer so tief? Warum müssen wir immer erst dreimal überlegen, ehe wir einen Schritt machen? Warum riskieren wir nicht auch mal Fehler, nach denen schon nach kurzer Zeit eh kein Hahn mehr kräht?
Neeee, wir machen immer alles perfekt. Und dabei vergessen wir, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
So geschehen mit Con-Pics. die Idee war geboren, noch bevor der Mexx damit an die Öffentlichkeit ging, aber statt schnell eine einfache Gallerie ins Web zu stellen, musste alles perfekt sein, super-duper Inteface, größerer Server um den erwarteten Ansturm auch handhaben zu können, etc. etc. Natürlich verzögerte das alles den Start. In der zwischenzeit startete der Mexx sein Con-Pic-Portal, einfach, ohne schnickschnack. der AnT kamm "Jahre" später auch mal auf den Markt und wunderte sich, wieso das Kind schon tot war, bevor es auf die welt kam...
Wieso sind wir in allem immer nur so dämlich? Warum nicht sauch msl etwas unausgegorenes auf den Markt bringen? Warum nicht auch mal andere Standards übernehmen? Mitch, Dirk, passt endlich den AM auf 500-2000 an!
Ausserdem: An Conpics wird neuerdings wieder rumgedoktort. Schaltet es endlich frei! scheiss egal wenn es noch nicht ertig ist! Zeigt endlich mal Mut!

Viel-Glück-zum-Nicht-Geburtstag



Heute gab es selbstgebastelten (und essbaren!) Geburtstags-Kuchen, naja etwas zu spät eigentlich.
Also nenn' ich ihn mal in Anlehnung an Alice im Wunderland den "Viel-Glück-zum-Nicht-Geburtstag"-Kuchen ^^