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Still Alive

Hier der Grund, weshalb ich schon fast 4 Wochen nichts mehr gepostet habe:

1 (18.25 oz) package chocolate cake mix
1 can prepared coconut frosting
3/4 cups vegetable oil
4 large eggs
1 cup semi-sweet chocolate chips
3/4 cup butter or margarine, softened
2/3 cups granulated sugar
3 large eggs
1 teaspoon vanilla extract
2 cups all purpose flour
2/3 cups cocoa
1/4 teaspoon baking soda
1 teaspoon salt
1/4 teaspoon baking powder
1/3 cups water
1 to 2 (6 oz each) vanilla frosting

(This is a fabrication! Ha ha ;)

Otaku-Welt trotzt Wirtschaftskrise

16.000 Euro für dieses T-Shirt
Nicht nur, dass einschlägige Einzelhändler im Otaku-Markt Umsatz- und Gewinnsteigerungen auch für 2009 versprochen haben, gerade ist ein handbemaltes und signiertes T-Shirt für 2.001.000 Yen bei Yahoo Auctions Japan versteigert worden. Das T-Shirt ist mit einem vom bekannten Game-Illustrator Na-Ga gezeichneten Bild von Naoe Riki aus dem Game "Little Busters!" (2007) geschmückt und entstand im Rahmen der Feierlichkeiten zum 10-jährigen Bestehen der Spieleschmiede Key. Am 4.6.1999 hat die Firma mit dem heute dank zahlreicher Verfilmungen auch in hiesigen Otaku-Kreisen bekannten "Kanon" (bin ich der einzige, #DVD-Box streichel# der die Toei-Version besser fand als die von Kyoani?) die Otaku-Welt im Sturm erobert und die heute populären Emogames zur Blüte gebracht.

Leider fand ich Littbus nicht so dolle und hab schnell aufgehört. Wie auch immer, der Anime wird sich dank der zahlreichen Fanboys bestimmt auch 20.000+ Male pro DVD verkaufen und Rewrite wird sicher enttäuschen, aber trotzdem die 150.000er Marke knacken. Bleibt nur noch eine Frage: "Wieso Riki und nicht Rin?!" Ist Na-Ga etwa auch eine Frau??? (Irgendwie haben alle Gender-Forscher bislang übersehen, dass die Otaku-Welt stilistisch von weiblichen Künsterln dominiert wird, aber wen interessieren Fakten, wenn das eigene Bild besser zur Theorie passt...)


(Nachtrag) Völlig vergessen: der Link zur Auktion...

Rin liebt ausgefallene Namen für ihre Katzen.

Schlaue Gedanken I - Was ist Anime?

Anime ist jedenfalls NICHT die Abkürzung von „Animationsfilm“! Denn Anime ist kein Gegenstand, Anime ist ein Terminus. Wie lässt sich Anime dann aber eingrenzen und was sind die Besonderheiten von Anime?

Die Antwort: „Komplexität“ und „Vielfalt“.

Anime ist ein hybrides Medium. Es ist einerseits populär, andererseits subversiv; einerseits voll von japanischen Elementen, andererseits kulturell unmarkiert. Anime ist ein absolutes Billigprodukt, das aber genau dadurch – Stichwort: reduzierte Animation – seine heute charakteristischen Darstellungsformen und Ästhetiken entwickelt hat. Anime vereinigt internationale und multimediale Einflüsse zu einem „animierten Spielfilm“, das die stilistischen Grenzen und Rezeptions-Schichten des traditionellen Animationsfilmes durchbricht.

Die Geschichte – oder besser: die Produktionsstrukturen - des japanischen Animationsfilms als populäres Medium begann bereits in den frühen 40er Jahren (als Kriegspropaganda!). Doch erst mit Tezuka in den 60er Jahren entstehen die stilistischen Grundlagen für das, was wir heute als „Anime“ kennen. In den späten 70er Jahren wird der Anime erwachsen und in den 90er Jahren wird er u.a. durch Hayao Miyazaki zu einem nationalen Kulturmedium. Das für diese Popularisierung probate Mittel ist dabei so einfach wie genial: Masse.

Denn Anime ist ein industrielles Massenprodukt. Nicht die sorgsame Pflege von glanzvollen Blüten ist das Geheimnis hinter dem Anime, sondern das repetitive Auswerfen von neuen Produkten. Erst so war es möglich, eine derartige Vielfalt und damit so viele Zielgruppen zu erreichen.

Und damit enden wir die erste Runde. Das nächste Mal schauen wir uns an, weshalb Menschen Anime konsumieren und was sich schlaue Menschen Schlaues dazu ausgedacht haben. Das theoretische Grundkonzept zu diesem Text stammt übrigens von KOIDE Masashi von der Tokyo Zokei Universität.

Ein niedliches Bild ohne jeglichen Zusammenhang zum Text. ;)

"Meister" nicht so meisterlich



10 Wochen und weg vom Fenster... damit hat Kaji Kimiya mit seinem Fußball-Manga zwar den Rekord "kürzeste Serie im Shûkan shônen Jump" von Sawai Yoshios "Chagecha" um ganze 2 Wochen verfehlt, aber doch einen beachtenswerten (Miss-)Erfolg geschafft.

Die Shûkan shônen Jump ist nicht umsonst mit einer 2,8 Mio.-Auflage das erfolgreichste Comicmagazin der Welt. Sobald eine Serie in der Gunst der Leser fällt, ist sie weg, egal wie bekannt der Zeichner auch ist... selbst Superstars wie Takei Hiroyuki und Kawashita Mizuki hat es schon erwischt... Und der Erfolg scheint ihr Recht zu geben.

Es geht weiter: Das Ende des Anime

(to be continued...)

Hier eine Auswahl der schönsten Ereignisse der letzten 2 Wochen. Bald sind wir wieder in den "guten alten Zeiten", wo wir uns nicht mehr darüber beschweren müssen, dass es viel zu viele "Crap-Anime" gibt, sondern, dass es insgesamt viel zu wenige Anime gibt...

31.01.2009 Kadokawas Ergebnis halbiert sich auf 2,7 Mrd. Yen
03.02.2009 Newtype veräppelt Haruhi-Fans (und davon gibt es (leider noch?) viele!)
05.02.2009 "Spice and Wolf"-BD-Box verkauft sich 164 Mal
06.02.2009 US-Manga-Markt bricht um 17% auf 175 Mio. US$ ein
06.02.2009 Navarre Corporation (Funimation etc.) macht 32 Mio. US$ Verlust und verdünnt das Anime-Portfolio
13.02.2009 Gonzo streicht 75% der Belegschaft und zieht sich de facto aus dem Anime-Business zurück
13.02.2009 Kadokawa verarscht Haruhi-Fans erneut

Ich weiß schon, weshalb ich nicht in der Anime-, sondern in der Game-Branche arbeite... ;)


Japaner als Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche

Auch wenn wie erwartet Kyrill von Smollensk Ende Januar zum neuen Patriarchen der russisch-orthodoxen Kirche gewählt wurde, wäre es, wenn die Wahlen online abgelaufen wären, möglicherweise anders gekommen.

Im Vorfeld hat die Kirche nämlich eine Website eingerichtet, auf der man bereits (unverbindlich) seinen Lieblingsbischof aus 34 Erz- und 77 lokalen Bischöfen wählen konnte. Und die Überraschung: Favorit Kyrill wurde haushoch vom tokyoter Erzbischof Daniel (geb. Ikuo Nushiro) geschlagen, der alleine 77% der Stimmen auf sich vereinigte. Auch nach Entwertung der Stimmen kam er kurz darauf wieder an die Spitzenposition.

Als möglichen Grund nannten die russischen Medien offenbar russische Anime-Fans, die die Seite "geraidet" haben. Die Theorien gehen sogar bis zur Präsidentschaftskandidatin 2004, Irina Hakamada von "Das andere Russland", die keinen Hehl darum macht, dass ihr Vater Japaner ist.
Was natürlich auch nie vergessen werden sollte, sind die berüchtigten 2ch-Nutzer. Nur, dass diese derartige Aktionen normalerweise medienwirksam bekannt machen...

Wer auch immer dahinter war, zeigt dies wieder einmal die nicht zu unterschätzende Selbstorganisationskräfte fraktaler Internet-Gemeinschaften (oder das Talent von Bot-Entwicklern ;) .

JB Press

Miss Japan Grand-Prix 2009 ist Anime-Fan

Soll noch mal wer behaupten, dass Anime-Fangirls alle hässlich wären... Die 17-jährige mag Macross F und findet, dass Anime ein Teil der japanischen Kultur sind.

Wenn sie groß ist, will sie Wirtschafts-Journalist werden. Und das wichtigste - Jungens aufgehorcht! - sie ist noch zu haben!

Mainichi

Crunchyroll und Zahlen

Hier ein paar Zahlen zu Crunchyroll, herausgegeben von TV Tokyo, die mit Titel wie "Naruto" oder "Skip-Beat" dort dominant vertreten sind.

Am 25.1., 3 Wochen nach Start des kostenpflichtigen Services, durchbrach die Zahl der zahlenden Mitglieder die 10.000er Marke. Geplant sind etwa 40.000 in 3 Jahren.

Die durchschnittlichen Zugriffszahlen (kostenlose inbegriffen) für die ersten Folgen bei Crunchyroll und anderen ähnlichen Seiten (Joost, Hulu) betrugen 160.000. Man ist von 60.000 ausgegangen.

Es sei noch erwähnt, dass die Besucherzahlen bei Crunchyroll (natürlich) im Januar im Vergleich zum Vorjahr rapide runter gegangen sind.

Inwiefern das jetzt als großer (wirtschaftlicher) Erfolge gewertet werden kann, sei dahin gestellt, es ist auf jeden Fall ein netter Zuverdienst. Man merkt aber, dass die Anstalten mit ihren Prognosen vorsichtiger geworden sind. Fest steht auch, dass durch den Höhenflug des Yen das Auslandsgeschäft für die japanischen Lizenzgeber so oder so einbrechen wird. Dafür läuft das DVD/BD-Geschäft in Japan derzeit aber sehr gut...

Quelle: TV Tokyo

Haruhi2 im April?

TV-Spot zur nächsten Newtype...

Wenn das stimmt (und es sich nicht um eine Wiederholung oder um 2010 handelt), dürften alle restlichen Frühlings-Anime einen schnellen, schmerzhaften Tod sterben... hoffentlich kommen die guten Serien erst im Herbst.

P.S.
100!!!

--Update 2009-02-07--
Auch wenn es mittlerweile jeder weiß, der Form halber: Ist nur eine Wiederholung. Mal schauen, wann der zuständige Newtype-Redakteur gelyncht wird...

Yaoi-Votrag an der FU Berlin

Eigentlich ist die Gender-Analyse von Yaoi ein Thema, das ja fast gänzlich von US-Forscher(innen) dominiert wird. Von daher ist es schön, mal etwas aus dem guten, alten Europa zu sehen.
Leider lassen die Kurzdefinitionen in der Ankündigung unten einen schon etwas stutzen, aber mal schauen, lassen wir uns überraschen.

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Dr. Miyuki Hashimoto (Universität Wien): Gender und Identität in der Otaku-Kultur am Beispiel der österreichischen Yaoi-Fans

27.01.2009, 18:00 Uhr, c.t.
Ort: Ostasiatisches Seminar, Ehrenbergstr. 26-28, 14195 Berlin, Raum 009

Seit ca. 4 Jahren erlebt Yaoi auch im deutschsprachigen Raum einen Boom. Yaoi ist ein Genre der Otaku-Kultur (eine von Jugendlichen mit besonderer Intensität und Begeisterung betriebene spezielle Art japanischer Populärkultur). Es handelt sich dabei um männliche homosexuelle Liebesgeschichten. Diese werden von weiblichen Autorinnen geschrieben und von weiblichen Leserinnen gelesen. So ist es offensichtlich, dass dieses Genre eine hoch dosierte Gender-Thematik anbietet. Warum lesen österreichische Yaoi-Fans gerne männliche homosexuelle Liebesgeschichten? Hat das mit der Gender-Problematik in Österreich zu tun? Welche Bedeutung hat das Yaoi-Fantum für ihre Identität? Bei diesem Vortrag beschäftige ich mich mit diesen Fragen. Dafür stelle ich den Forschungsstand zu Yaoi und Interviews mit österreichischen Yaoi-Fans, die von mir durchgeführt wurden, vor. Das Ziel dieses Vortrags ist, einerseits die Bedeutung der japanischen Populärkultur für westliche Fans zu untersuchen und andererseits theoretische und methodische Überlegungen zum Thema zu verfeinern.

Miyuki Hashimoto, Kulturwissenschaftlerin (Dr. phil. Universität Wien, M.A. und B.A. Waseda Universität), 2004-2005, 2006-2007, 2008 (Wintersemester): Lehrbeauftragte an der Universität Wien - Japanologie, 2008 (1. März bis 30. Juni): Research Fellow beim IFK (Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften), Wien.

FU Japanologie
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