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Hatsumōde beim 'Lucky Star Schrein', dem Washinomiya-schrein

Heute war ich zum Hatsumōde (dem ersten Schreinbesuch des Jahres) beim Washinomiya-schrein in Saitama. Seit er vom Animationsstudio als Vorbild für das Haus der Hiragi-schwestern aus Lucky Star genommen wurde hat das den Besucherzustrom (vor allem auf Seite der Animefans) wohl stark verstärkt.

Zunächst einmal habe ich wie Zyl von hontouni.com beim Bahnhof Kasukabe halt gemacht um dort ein Foto zu machen, da auch dieser im Opening vorkommt. Wie man sieht hat der Westausgang mittlerweile ein Vordach bekommen.



Leider war es schon etwas spät, deshalb habe ich mir den doch nach der Karte etwas längeren Weg zum ebenfalls zum Vorbild genommenen Schuleingang gespart und bin direkt weiter nach Washinomiya.



Die Stadt bzw. die Geschäftsleute in der Gegend um den Weg zwischen Bahnhof und Schrein nutzen offenbar den Rummel um Lucky Star:
(Links: Infos zur 'Lucky Star pilgrimage im Fenster eines Ladens gegenüber dem Bahnhofsausgang; Mitte: Die Hīragi-schwestern flankieren die 'Cosmos fureai road' auf dem Weg zum Tempel; Rechts: Auch ein Sobaladen an der Straße hat sein Menü entsprechend angepasst)

Infos zur 'Lucky Star pilgrimage im Fenster eines Ladens gegenüber dem BahnhofsausgangDie Hīragi-schwestern flankieren die 'Cosmos fureai road' auf dem Weg zum TempelAuch ein Sobaladen an der Straße hat sein Menü entsprechend angepasst

Im Schrein selbst fallen vor allem die vielen Wunschplaketten (Ema) auf, bei denen hier Motive mit Animecharakteren vorherschen.

Ema im Washinomiya-schrein

Ich habe es mir dann nicht nehmen lassen auch mein eigenes Ema zu kaufen (1000 Yen, ca. 8 EUR), mit einem Wunsch zu beschreiben und aufzuhängen:

今年も桃井はるこがドイツに来ますように

Toyama-Promo-Anime

Diese PR-Anime-Reihe ist zwar schon etwas älter (über einen Monat!), scheint aber in der westlichen Anime-Community fast völlig übersehen worden zu sein. Es handelt sich um PR-Videos mit einer Mischung aus Anime und realen Landschaftsaufnahmen für die Präfektur Toyama im Herzen der japanischen Hauptinsel Honshu.

Produziert wurden die Anime-Szenen vom in Toyama ansässigen Studio P.A.Works, das mit dem Anime true tears bereits eine ähnliche, wenn auch eher zufällige PR-Serie geschaffen hatte, welches aber trotz ordentlicher Qualität leider eine eher tragische kommerzielle Rezeption vorfand (wer diesen Blog regelmäßig liest, weiß, was gemeint ist ;).



Neben dieser Reihe gibt es noch eine weitere PR-Anime Reihe namens TheBerich, welcher aber ob seiner experimentellen Form und des Mangels an Moe-Elementen (ergo nicht die Zielgruppe dieses Blogs anspricht) hier nur erwähnt sei.

Quelle: Cool Toyama

Also doch...

Haben sich die Gerüchte der letzten Woche also doch bewahrheitet... außer es ist jetzt die berühmte Schwalbe. Ich mag's ja auch (omg, sie trägt wieder Brille!!1! \(°o°)/ wenn auch nur kurz... >_< ) und ich wollte demnächst einen weiteren Band lesen, aber irgendwie ist man dann doch zu elitär, um sich dem Hype (richtig) anzuschließen.

Still Alive

Hier der Grund, weshalb ich schon fast 4 Wochen nichts mehr gepostet habe:

1 (18.25 oz) package chocolate cake mix
1 can prepared coconut frosting
3/4 cups vegetable oil
4 large eggs
1 cup semi-sweet chocolate chips
3/4 cup butter or margarine, softened
2/3 cups granulated sugar
3 large eggs
1 teaspoon vanilla extract
2 cups all purpose flour
2/3 cups cocoa
1/4 teaspoon baking soda
1 teaspoon salt
1/4 teaspoon baking powder
1/3 cups water
1 to 2 (6 oz each) vanilla frosting

(This is a fabrication! Ha ha ;)

Otaku-Welt trotzt Wirtschaftskrise

16.000 Euro für dieses T-Shirt
Nicht nur, dass einschlägige Einzelhändler im Otaku-Markt Umsatz- und Gewinnsteigerungen auch für 2009 versprochen haben, gerade ist ein handbemaltes und signiertes T-Shirt für 2.001.000 Yen bei Yahoo Auctions Japan versteigert worden. Das T-Shirt ist mit einem vom bekannten Game-Illustrator Na-Ga gezeichneten Bild von Naoe Riki aus dem Game "Little Busters!" (2007) geschmückt und entstand im Rahmen der Feierlichkeiten zum 10-jährigen Bestehen der Spieleschmiede Key. Am 4.6.1999 hat die Firma mit dem heute dank zahlreicher Verfilmungen auch in hiesigen Otaku-Kreisen bekannten "Kanon" (bin ich der einzige, #DVD-Box streichel# der die Toei-Version besser fand als die von Kyoani?) die Otaku-Welt im Sturm erobert und die heute populären Emogames zur Blüte gebracht.

Leider fand ich Littbus nicht so dolle und hab schnell aufgehört. Wie auch immer, der Anime wird sich dank der zahlreichen Fanboys bestimmt auch 20.000+ Male pro DVD verkaufen und Rewrite wird sicher enttäuschen, aber trotzdem die 150.000er Marke knacken. Bleibt nur noch eine Frage: "Wieso Riki und nicht Rin?!" Ist Na-Ga etwa auch eine Frau??? (Irgendwie haben alle Gender-Forscher bislang übersehen, dass die Otaku-Welt stilistisch von weiblichen Künsterln dominiert wird, aber wen interessieren Fakten, wenn das eigene Bild besser zur Theorie passt...)


(Nachtrag) Völlig vergessen: der Link zur Auktion...

Rin liebt ausgefallene Namen für ihre Katzen.

Schlaue Gedanken I - Was ist Anime?

Anime ist jedenfalls NICHT die Abkürzung von „Animationsfilm“! Denn Anime ist kein Gegenstand, Anime ist ein Terminus. Wie lässt sich Anime dann aber eingrenzen und was sind die Besonderheiten von Anime?

Die Antwort: „Komplexität“ und „Vielfalt“.

Anime ist ein hybrides Medium. Es ist einerseits populär, andererseits subversiv; einerseits voll von japanischen Elementen, andererseits kulturell unmarkiert. Anime ist ein absolutes Billigprodukt, das aber genau dadurch – Stichwort: reduzierte Animation – seine heute charakteristischen Darstellungsformen und Ästhetiken entwickelt hat. Anime vereinigt internationale und multimediale Einflüsse zu einem „animierten Spielfilm“, das die stilistischen Grenzen und Rezeptions-Schichten des traditionellen Animationsfilmes durchbricht.

Die Geschichte – oder besser: die Produktionsstrukturen - des japanischen Animationsfilms als populäres Medium begann bereits in den frühen 40er Jahren (als Kriegspropaganda!). Doch erst mit Tezuka in den 60er Jahren entstehen die stilistischen Grundlagen für das, was wir heute als „Anime“ kennen. In den späten 70er Jahren wird der Anime erwachsen und in den 90er Jahren wird er u.a. durch Hayao Miyazaki zu einem nationalen Kulturmedium. Das für diese Popularisierung probate Mittel ist dabei so einfach wie genial: Masse.

Denn Anime ist ein industrielles Massenprodukt. Nicht die sorgsame Pflege von glanzvollen Blüten ist das Geheimnis hinter dem Anime, sondern das repetitive Auswerfen von neuen Produkten. Erst so war es möglich, eine derartige Vielfalt und damit so viele Zielgruppen zu erreichen.

Und damit enden wir die erste Runde. Das nächste Mal schauen wir uns an, weshalb Menschen Anime konsumieren und was sich schlaue Menschen Schlaues dazu ausgedacht haben. Das theoretische Grundkonzept zu diesem Text stammt übrigens von KOIDE Masashi von der Tokyo Zokei Universität.

Ein niedliches Bild ohne jeglichen Zusammenhang zum Text. ;)

"Meister" nicht so meisterlich



10 Wochen und weg vom Fenster... damit hat Kaji Kimiya mit seinem Fußball-Manga zwar den Rekord "kürzeste Serie im Shûkan shônen Jump" von Sawai Yoshios "Chagecha" um ganze 2 Wochen verfehlt, aber doch einen beachtenswerten (Miss-)Erfolg geschafft.

Die Shûkan shônen Jump ist nicht umsonst mit einer 2,8 Mio.-Auflage das erfolgreichste Comicmagazin der Welt. Sobald eine Serie in der Gunst der Leser fällt, ist sie weg, egal wie bekannt der Zeichner auch ist... selbst Superstars wie Takei Hiroyuki und Kawashita Mizuki hat es schon erwischt... Und der Erfolg scheint ihr Recht zu geben.

Es geht weiter: Das Ende des Anime

(to be continued...)

Hier eine Auswahl der schönsten Ereignisse der letzten 2 Wochen. Bald sind wir wieder in den "guten alten Zeiten", wo wir uns nicht mehr darüber beschweren müssen, dass es viel zu viele "Crap-Anime" gibt, sondern, dass es insgesamt viel zu wenige Anime gibt...

31.01.2009 Kadokawas Ergebnis halbiert sich auf 2,7 Mrd. Yen
03.02.2009 Newtype veräppelt Haruhi-Fans (und davon gibt es (leider noch?) viele!)
05.02.2009 "Spice and Wolf"-BD-Box verkauft sich 164 Mal
06.02.2009 US-Manga-Markt bricht um 17% auf 175 Mio. US$ ein
06.02.2009 Navarre Corporation (Funimation etc.) macht 32 Mio. US$ Verlust und verdünnt das Anime-Portfolio
13.02.2009 Gonzo streicht 75% der Belegschaft und zieht sich de facto aus dem Anime-Business zurück
13.02.2009 Kadokawa verarscht Haruhi-Fans erneut

Ich weiß schon, weshalb ich nicht in der Anime-, sondern in der Game-Branche arbeite... ;)