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Lange ist es her...

... seit Fujishima Kousuke eine Manga-Serie ohne "Lolita-esque" (zt. n. Kinsella) Göttinnen gezeichnet hat. Genauer gesagt seit 20 Jahren!
Daher ist man auch als Nicht-Fan angehalten, einen Blick zur riskieren in dieses "Paradise Residence" betitelte Werk, das in einem neuen Manga-Magazin von Kodansha läuft (das ähnlich wie andere neuere Kodansha-Magazine die klare stilistische Richtung vermissen lässt, aber nur so von großen Namen, die offenbar vom Verlag zu Zweitserien gezwungen wurden, strotzt). Um auf "Parareji" (selbsterfundener Spitzname) zurück zu kommen... ich weiß nebenbei erwähnt gar nicht, wieso ich damals vor Jahren mit "Aa! Megami-sama" aufgehört habe... ist das kurze 8-seitige Stück, was Herr F. uns liefert, kaum als 1. Kapitel zu bezeichnen. Man ist gerade in die Geschichte reingekommen, als sie auch schon aufhört. Immerhin erfahren wir... es wird eine Schulkomödie, der Hauptcharakter ist Oberschülerin, hat 6 Wecker und mag kein Natto.
"Ich fress doch keine verdorbenen Bohnen!"

Gegenspieler ist eine nervige Wohnheimmutter im Grundschulalter(!), die bevorzugt per Lautsprecher kommuniziert und kein Lauch mag (was sie gleich etwas sympathischer macht).
"Dieses Stinke-Kraut soll essbar sein?!"

Glücklicherweise bietet das 700 Seiten starke Magazin noch 19 weitere Serien von altbewährten Stars der Szene, aber auch einige völlig neue Namen. Leitserie ist übrigens (zu Recht) Ishikawa Masayukis "Junketsu no Maria" um eine jungfräuliche Hexe im 100-jährigen Krieg. Leider ist der Manga trotz klarer Struktur recht unübersichtlich erzählt, aber die Charaktere (Maria ftw) und einige fiese Seitenhiebe gegen die katholische Kirche machen das wieder wett.
"Die römisch-katholische Kirche ist bloß eine gynäkophobe Päde-Organisation!"

Am meisten hat mich natürlich Hiroaki Samuras "Halycon Lunch" interessiert (Fanboi!). Es erfüllt die Erwartungen, aber leider auch nicht mehr. Sein Humor ist irgendwie von einem anderen Stern... naja, seit seinem widerwärtigen Artbook ist er mir eh etwas zwielichtig geworden.
"Sie sind eine Verbindung mit dem Polynitrogen der sie umgebenden Luft eingegangen!"

"Was bist du denn für eine?"

Den besten Start liefert IMHO ausgerechnet ein völlig neuer Zeichner, der erst letztes Jahr per Manga-Wettbewerb-Sieg in Erscheinung getreten ist. Ôta Moare heißt der Mensch und sein Manga "Teppu" ist ein ziemlich unauffälliger "Martia-Arts-Manga", der sich aus der ganzen Artbook-Manga-Welle durch eine Konzentration auf das Erzählerische positiv hervorhebt. Da dies aber seine zweite laufende Serie ist, kann man davon ausgehen, dass er schon bald ausgebrannt sein wird. Eigentlich schade.
"Ich bin tatsächlich so stark wie ich aussehe!"

P.S.
Me - Blizzard 1:0

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