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Yaoi-Votrag an der FU Berlin

Eigentlich ist die Gender-Analyse von Yaoi ein Thema, das ja fast gänzlich von US-Forscher(innen) dominiert wird. Von daher ist es schön, mal etwas aus dem guten, alten Europa zu sehen.
Leider lassen die Kurzdefinitionen in der Ankündigung unten einen schon etwas stutzen, aber mal schauen, lassen wir uns überraschen.

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Dr. Miyuki Hashimoto (Universität Wien): Gender und Identität in der Otaku-Kultur am Beispiel der österreichischen Yaoi-Fans

27.01.2009, 18:00 Uhr, c.t.
Ort: Ostasiatisches Seminar, Ehrenbergstr. 26-28, 14195 Berlin, Raum 009

Seit ca. 4 Jahren erlebt Yaoi auch im deutschsprachigen Raum einen Boom. Yaoi ist ein Genre der Otaku-Kultur (eine von Jugendlichen mit besonderer Intensität und Begeisterung betriebene spezielle Art japanischer Populärkultur). Es handelt sich dabei um männliche homosexuelle Liebesgeschichten. Diese werden von weiblichen Autorinnen geschrieben und von weiblichen Leserinnen gelesen. So ist es offensichtlich, dass dieses Genre eine hoch dosierte Gender-Thematik anbietet. Warum lesen österreichische Yaoi-Fans gerne männliche homosexuelle Liebesgeschichten? Hat das mit der Gender-Problematik in Österreich zu tun? Welche Bedeutung hat das Yaoi-Fantum für ihre Identität? Bei diesem Vortrag beschäftige ich mich mit diesen Fragen. Dafür stelle ich den Forschungsstand zu Yaoi und Interviews mit österreichischen Yaoi-Fans, die von mir durchgeführt wurden, vor. Das Ziel dieses Vortrags ist, einerseits die Bedeutung der japanischen Populärkultur für westliche Fans zu untersuchen und andererseits theoretische und methodische Überlegungen zum Thema zu verfeinern.

Miyuki Hashimoto, Kulturwissenschaftlerin (Dr. phil. Universität Wien, M.A. und B.A. Waseda Universität), 2004-2005, 2006-2007, 2008 (Wintersemester): Lehrbeauftragte an der Universität Wien - Japanologie, 2008 (1. März bis 30. Juni): Research Fellow beim IFK (Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften), Wien.

FU Japanologie
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Kommentare

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Ryukia am :

Das Interesse von weiblichen Fans an Yaoi ist nicht anders als das Interesse von Männern an Lesben-Pornos.

Ein Kulturwissenschaftler ist da fehl am Platz g

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